Wer sich für eine eher nerdige Serie, eine KPOP Band oder auch ein Movie Cinematic Universe interessiert, gehört im Fachjargon einem Fandom an. Und wer dann soweit geht, dass er eigenen Content damit produziert, hat dann schon mit Fanart oder auch Fanfictions zu tun.

Was sind eigentlich Fanfictions?

Fanfictions sind Geschichten von Fans fĂĽr Fans. Man greift dabei eine bereits bestehende Welt auf und erfindet eine eigene Story.

Kann man einfach ĂĽber alles eine Fanfiction schreiben?

Im Prinzip ja.

Es gibt auch Fanfictions mit realen Personen.

Erfindest du alles komplett selbst und sind die Charaktere ausschließlich deine eigenen, spricht man von Prosa. Das ist dann keine Fanfiction mehr, wird aber auch häufig auf den zugehörigen Plattformen veröffentlicht. Einfach, um schnell an viele Leser zu gelangen.

Fun Fact: Hast du gewusst, dass 50 Shades of Grey zunächst eine Twilight Fanfiction war?

Wo findet man Fanfictions?

Im Web gibt es zahlreiche Portale, auf denen Fanfictions zu finden sind. Im deutschsprachigen Raum sind Wattpad und Fanfiktion.de am stärksten vertreten.

Wenn du kein Problem damit hast, englische Werke zu lesen, wäre Archiveofourown etwas für dich, das auch als AO3 bekannt ist, oder die englische Fanfiction.net Plattform. Falls du speziell asiatische bzw. überwiegend KPOP Fanfictions suchst, ist asianfanfics.com sehr zu empfehlen.

Und zu guter letzt solltest du auf Tumblr stöbern, denn auch da gibt es jede Menge Fanfictions. Die sind in der Regel aber relativ kurz und werden daher auch Drabble genannt.

Wie ist das mit den Lizenzen zu den Originalwerken?

Fanfictions sind so ein Zwischending, eine rechtliche Grauzone, wenn man denn so möchte.

Im Grunde bist du sicher, solange du nicht Originalpassagen aus den Originalwerken abkupferst, das wäre nämlich ein Urheberrechtsbruch.

Es gibt aber auch Autoren, die gar nicht wollen, dass Fanfictions zu ihren Büchern erstellt werden. Dazu zählen Anne Rice oder auch das Star Trek Franchise. J.K. Rowling sieht zum Beispiel gerne Fanfictions, mag aber keine obszönen Szenen darin enthalten haben.

Auch reale Personen wollen in der Regel lieber nichts davon wissen, dass es Fanfictions ĂĽber sie gibt.