Das Wort Choker wird ausgesprochen, wie das englische Joker. Es handelt sich dabei um sehr eng um den Hals liegende Halskettchen, die besonders während dem 15. Jahrhundert ihre Blütephase erlebt hatten. Seit einigen Monaten kehren sie zurück und sind nicht nur in der KPOP Szene, sondern auch weltweit ein angesagtes Thema. Im Durchschnitt haben Choker eine Länge von 35 bis 40 cm. Werden sie nicht individuell für jemanden angefertigt, so stattet man sie am besten mit einem Verlängerungskettchen aus. Dadurch stellt man sicher, dass die Kette auch mit maximaler Flexibilität getragen werden kann.

Es ist nicht verwunderlich, dass die kurzen Halsbänder so beliebt sind. Denn durch ihre Form passen sie einfach überall dazu. Ob Lederjacke, Kleid, V- oder auch U-Boot-Ausschnitt. Das macht dabei keinen Unterschied, denn das Kropfband unterstreicht jedes Outfit.

Wie trägt man einen Choker richtig?

Wichtig ist, dass du dir beim Anlegen von einem Choker nicht die Luft abschnürst. Wenn es kein Kautschukkettchen ist, das sich mit deinem Hals mitdehnt, wenn du atmest, musst du es unbedingt so anlegen, dass du beim Schlucken keinen zu großen Widerstand spürst. Sämtliche unserer Choker sind daher eben wie beschrieben mit einem Verlängerungskettchen ausgestattet, wenn es sich nicht um ein dehnbares Material handelt. Natürlich sollte es auch nicht zu sehr umherrutschen, sonst verfehlt das Schmuckstück seinen ursprünglichen Zweck.

Übe anfangs am besten ein wenig und trage deinen ersten Choker zunächst nur ein paar Stunden zu Hause. So kannst du austesten, wie er sich für dich anfühlt. Ähnlich verfährt man übrigens am besten auch mit neuen Schuhen, um sie erst einmal einzulaufen und keine Blasen zu bekommen.

Die Geschichte des Chokers

Wir schreiben das 19. Jahrhundert. Jodmangel führte bei vielen Einwohnern Salzburgs zu einer Vergrößerung ihrer Schilddrüse. Diese Erscheinung bezeichnete man entweder als Struma oder Kropf. Um diese oder die Narben ihrer Behandlungen zu kaschieren, wurden Kropfbänder eingesetzt, die sich dann auch zu einem festen Bestandteil festlicher Kluft etablierten.

Das Kropfband – Teil der österreichischen und bairischen Tracht

Was man übrigens in den weitesten Teilen der Welt als Choker kennt, gehört in leicht abgewandelter Form der österreichischen und bairischen Tracht an. Hast du schonmal von einem Kropfband gehört? Hierbei handelt es sich um ein enganliegendes Samtband, das mehrere Zentimeter breit ist und mit einem variierenden Anhänger versehen ist.

Es gibt Kropfbänder auch mit einem aufwendig gefertigten Mittelstück. Außerdem kann es aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen.

Choker und Kropfbänder sind wichtig für viele Modestile. Ganz besonders Steampunk und jede Gothic-Abzweigung (Gothic, Gothic Lolita, Creepy Cute usw.) zählen solche engen Schmuckstücke zu ihren wichtigsten Accessoires.

Der Choker in der BDSM-Szene

Machen wir einen Abstecher in die Fetischabteilung. BDSM sollte dir soweit ein Begriff sein. Ein Element dieser sexuellen Ausprägung ist das feste Gleichgewicht zwischen Dominanz und Kontrolle. Der Part, welcher sich dem anderen unterwirft, trägt gerne einen Choker; oder eben ein Halsband; da er von seinem dominanten Partner an der Leine genommen wird. Ob nun sprichwörtlich oder nur bildhaft gesprochen, spielt dabei keine Rolle. Solche einschlägigen Fetisch-Halsbänder sind aber in der Regel mit einem Ring versehen, der an einer Öse angebracht wird.

Schritt zurück ins 18. Jahrhundert

Verfolgt man die Geschichte zurück, so kam das Kropfband allerdings auch während der Rokoko-Epoche zwischen den Jahren 1730 und 1770 zum Einsatz. Das Dekolleté war oft groß und rund. Die Kropfbänder waren hier eine perfekte Möglichkeit, um ein gelungenes Accessoire zu schaffen. Sie sind dementsprechend auch auf vielen alten Portraits der damaligen Monarchen zu sehen.

Während der Französischen Revolution dienten Choker dazu, jenen zu gedenken, die während der Revolution ihr Leben lassen mussten. Ab dem 19. Jahrhundert wurde das Schmuckstück fast nur noch vom Adel getragen; kurz zuvor jedoch galt ein solches Halsstück als Erkennungsmerkmal für Prostituierte.

Noch heute wichtiges Kulturgut

Zahlreiche Kulturen rund um den Globus, vornehmlich ansässig in Asien und Afrika, zählen Choker zu ihrem Stammesgut. Damit ist klar: Selbst, wenn der Trend wieder vorbeigeht, wird die Bedeutung dieser Schmuckstücke nichts einbüßen.