Japan Begriffe

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100 Yen Stores / 100 円 Shops

Du kennst sicher diese klassischen 99-Cent-Shops. Selbst, wenn es ständig überall heißt, dass Japan ein nicht gerade günstiges Land ist, gibt es auch dort so genannte 100-Yen-Shops. Solche Shops findet man in Japan an nahezu jeder Straßenecke – genau wie Süßigkeiten- oder Getränkeautomaten. In diesen kann man Kleidung, Spielsachen, Mangas, kleine und große Geschenke, Kosmetik und sogar Lebensmittel finden.

In Shibuya befindet sich der größte Shop seiner Sorte – er zieht sich über 5 Stockwerke und verkauft wirklich alles, was das Herz begehrt. Für Studenten und Schüler z. B. dürften solche Shops der Himmel auf Erden sein. Kein Wunder, dass sie immer überfüllt sind.

Umgerechnet sind 100 Yen im Übrigen etwa 60 Cent.


Ayumi Hamasaki

Ayumi Hamasaki ist nicht umsonst die inoffizielle Queen der japanischen Popmusik. Seit über 10 Jahren regiert sie den Himmel des jpop – ein Ende scheint einfach nicht in Sicht zu sein. Mit mehr als 45 Singles, 5 Best-Of-Alben, 20 Remix-Alben und unter anderem sogar 6 Alben, die in Deutschland verkauft wurden, dürfte wohl klar sein, dass Ayu eine recht fleißige Dame ist.

Schon als Kind fand sie ihre Talente im Klavierspielen, beim Singen und bei einigem mehr – bis hin zum Schreiben mit der rechten sowie der linken Hand. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter lebte sie auf Fukuoka und im Alter von gerade Mal 7 Jahren begann sie zu modeln, um so Geld für ihre Familie zu verdienen.

Als sie 14 war, entschied sie sich dann für einen Umzug nach Tokio, um eine Schauspiel- und Modekarriere zu starten. Zwar scheiterte dieses Ziel, aber kurz darauf wurde sie von einem Freund zum Karaoke eingeladen, was ihr ganzes Leben verändert hatte.

An diesem Abend traf sie auf den Produzenten Masato Matsuura, vom Label Avex, der ihr ab da nun Gesangsunterricht gab. Da aber Ayumi auch gewisse Regeln einhalten musst,e dies aber nicht ernst genug nahm, wurde sie von Matsuura nach New York geschickt, wo sie nun die Schule besuchte. Nach ihrer Rückkehr schlug Matsuura ihr vor, ihren Gefühlen durch selbst geschriebene Songs Ausdruck zu verleihen. Und so nahm alles seinen Lauf…


Capsule Station

Es gibt sie für Süßigkeiten, Sushi, Spielzeug… Einfach für alles! Kein Land der Welt besitzt eine höhere Automatendichte, als Japan. 23 Japanern stehen umgerechnet je eine Maschine zur Verfügung. Rund die Hälfte der 5,5 Mio. Geräte sind Getränkeautomaten.

Inzwischen haben diese sogar ganz besondere Funktionen! Der Katastrophenschutzautomat gibt bei schweren Erdbeben Getränke kostenlos frei, während über sein Display statt Werbesprüchen Nachrichten aus dem Einsatzzentrum laufen. Neueste Erfindungen sind zum Beispiel die Automaten, die das Wechselgeld für karitative Zwecke einbehalten oder sprechende Automaten, die eine simple Konversation betreiben.

“Wie geht es Ihnen?” oder “Sie hatten einen anstrengenden Tag!” kommt da teilweise von diesen Automaten, sobald man Geld einwirft. An Orten, an denen sich viele Touristen aufhalten, plappern die Maschinen sogar in Englisch, Chinesisch oder auch Portugiesisch.


Daruma (Daishi)

Daruma Daishi war der Legende zufolge ein buddhistischer Mönch, der im 5. Jahrhundert in Indien lebte. Er reiste von Indien nach China, um dort die Lehren seiner Religion zu verbreiten. Seine Philosophie verbreitete sich erst in China und viele Jahre später auch in Japan, wo sie heute als Zen-Buddhismus bekannt ist. Die Hauptaussage seiner Lehre ist, dass der Mensch nicht durch bestimmte Rituale oder Taten in seinem Leben Erfüllung findet. sondern die Kraft in sich selbst suchen muss.

Das kann nur erreicht werden, indem man sich von negativen Gedanken befreit und seinen Geist durch Meditation reinigt. Die Legende besagt auch, dass der Mönch neun Jahre lang meditierend vor einer Felswand saß und dadurch Erleuchtung fand. Während dieser ganzen Zeit schlief er nicht, aß nicht und trank nicht. Er blinzelte nicht einmal mit den Augen. Da der Mönch während seiner Meditation in eine Decke gehüllt war, wird das Daruma nur als kugelförmiger Rumpf ohne Arme und Beine dargestellt.

In Japan ist es Brauch, dass man zu Neujahr dem Daruma ein Auge schwarz anmalt und wenn am Ende des Jahres (oder auch früher) das Ziel erreicht wurde, wird das zweite Auge schwarz angemalt. Zum Schluss wird das Daruma dann in einem großen Leuchtfeuer – gemeinsam mit vielen anderen – verbrannt.


Gackt

Gackt ist ein japanischer Musiker, der sich in kein Genre sperren lässt und keinen klaren Stil definiert. Bei ihm weiß man nie, was einen erwartet und vor allem seine Konzerte sind unberechenbar. Alles in allem behauptet er von sich selbst nur, ein Künstler zu sein. Er ist zugleich Schauspieler, Sänger und Musiker.

Mit seiner warmen, ausdrucksvollen, an französische Chansonniers erinnernden Stimme, deren Nuancen er von sehr tief bis hin zum Sopran beherrscht, kann er den Inhalte und vor allem die Stimmung seiner Lieder dem Zuhörer perfekt vermitteln.

Die Lieder streifen viele Musikgenres und Gefühle: traurige Balladen, zarte Liebeslieder, schwungvolle Pop-Songs, Latino-Rhythmen – mit gewagten Texten wie Vanilla, fetzig-frechen Rock, düstere Klänge… Oft verwendet er Klassikelemente wie Geige und Piano, aber auch extrem viel E-Gitarre, so dass er 3 Gitarristen braucht.

Sein Aussehen ist so vielfältig wie seine Lieder: romantisch-barock in Kostümen wie Alucard aus dem Videospiel CastleVania, poppig, in Leder oder Uniform. Die grauen oder blauen Kontaktlinsen sind nach wie vor sein Markenzeichen. Seine Haare sind abwechselnd blond bis braun in allen Nuancen.


Geisha

Geisha – ein Begriff, der uns in eine Zauberwelt reißt, die Träume in uns weckt. Träume von rauschenden Farben, fantastischem Make-up und beeindruckenden Frisuren.

Viele Menschen leben in dem Falschglauben, dass Geishas so etwas wie Prostituierte wären. Dem ist aber definitiv nicht so. Um sich von den Prostituierten abzugrenzen, behielten sie den Namen “Geisha”, der aus den chinesischen Zeichen für Kunstfertigkeit und Person steht und kleideten sich schlicht, um ihre Kunden allein künstlerisch und intellektuell zu unterhalten.

Die Zeit der Abschottung Japans von der restlichen Welt gilt als goldenes Zeitalter der Geisha. Im Gegensatz zu den Vierteln der Prostituierten waren die Geisha-Viertel vor allem von den Reichen und Einflussreichen gut besucht. Sie schätzten die Andersartigkeit der Geisha, die im Gegensatz zu einer normalen japanischen Frau gebildet war und keine Rücksicht auf gesellschaftliche Konventionen nehmen musste.

Die meisten Geisha-Anwärterinnen – auch Maiko genannt – wurden von ihren Eltern an ein Geisha-Haus verkauft, da sie ihre eigenen Kinder nicht ernähren konnten. Die lange Ausbildungszeit war mit harter Arbeit verbunden und und der Werdegang einer guten Geisha war auch für das Okiya (das Geisha-Haus) mit einem enormen Aufwand verbunden.

Eine normale Geisha, die keinen Spitzenstatus erlangte, konnte ihre Schulden Zeit ihres Lebens nicht an das Okiya zurück zahlen und war somit nie wirklich unabhängig.

Mit zunehmenden Einfluss aus dem Westen änderte sich auch das Bild der Geisha radikal. Neue, moderne Modestile verdrängten sie von der Bildfläche. Über Unterhaltungskünstler und Tänzerinnen zu Statussymbol der Reichen bis hin zu verfallenden Traditionen und Werten verkörpert die Geisha in jeder ihrer Entwicklungsphasen ein Stück Japan im Wandel der Zeit.


Glückskekse

Glückskekse sind ganz normale, süßlich schmeckende Kekse. Im inneren der Kekse befindet sich immer ein kleiner Zettel, der die Zukunft voraussagen wird. Das ist ganz lustig!


Hanami

Das Kirschblütenfest in Japan gehört zum schönsten, was man in diesem vielseitigen Land erleben kann. Der Begriff “Hanami” ist aus unseren Vorstellungen von Japan wegzudenken, verdirbt sich dahinter doch nicht nur eines der typischsten japanischen, sondern gewiss auch eines der schönsten Feste der Welt. “Hanami” bedeutet im Japanischen soviel wie “Blüten betrachten” und steht für die berühmte japanische Tradition, die Schönheit von in Blüte stehenden Bäumen in der Natur zu genießen.

Besonders im Mittelpunkt dieses Festes steht die japanische Kirschblüte – weshalb dieses Fest auch den Beinamen “Kirschblütenfest” hat. Zu dieser Jahreszeit (Ende Februar, Anfang März) blüht sie voll auf – sie ist in den Gärten Japans viel häufiger anzutreffen, als bei uns. Noch dazu trägt die japanische Kirschblüte keine Früchte, hat dafür aber besonders viele Blüten und wenn der Wind durch die Äste weht, sieht es meist aus als würde es Kirchblüten schneien. Natürlich blühen die Kirschblüten nur kurz auf.

Zu Hanami geht man mit der Familie, den Freunden oder den Kollegen zum Picknicken in den Park und genießet das Spektakel. Da diese Bäume – wie bereits erwähnt – nur kurz erblühen, gibt es nur an einem einzigen Wochenende die Gelegenheit dafür. Darum sind dann auch die Parks und Gärten wahrlich überfüllt und viele Leute müssen schon früh am Morgen los und einen Platz freihalten.


Hello Kitty

Jeder kennt sie, jeder mag sie. Hello Kitty. Sie stammt von der Firma Sanrio und heute verdient diese Firma mehr als ihren jährlichen Umsatz (etwa 1.000.000 Dollar) durch dieses kleine Kätzchen ohne Mund. Heute gibt es 22.000 verschiedene Produkte alleine von Hello Kitty. Zählt man ihre Freunde Cinnamoroll, Keroppi, Chococat usw. dazu, sind es noch viel mehr. Hast du dich schon jemals gefragt, wie dieses süße Kätzchen entstanden ist? Da ich mir vor kurzem diese Frage gestellt habe, begann ich darüber zu recherchieren.

Im Jahre 1974 wurde die Katze von der japanischen Sanrio-Designerin Ikuko Shimizu erfunden. Der Name stammt von einer der Katzen aus dem Buch Alice hinter dem Spiegel (Grundlage für den Anime Alice im Wunderland). Anfangs fand der Sanrio-Chef Shintaro Tsuji nur wenig gefallen an der Idee von der Designerin. Probeweise lies er nur eine kleine Geldbörse von Hello Kitty produzieren. Sie wurde um 240 Yen verkauft. Die Katze wurde ein Hit, doch erst 2 Jahre Später – im Jahre 1976 – erhielt die Katze ihren Namen. Zur besseren Vermarktung strickte Sanrio eine Geschichte um die Figur. Und so wissen Kitty-Fans: Das Kätzchen lebt mit seiner Zwillingsschwester Mimmy und den Eltern Mary und George in London. Sie heißt mit Nachnamen White, liebt es draußen zu spielen, Kekse zu essen und Klavier zu üben. Kitty besucht die dritte Klasse und wiegt so viel wie drei Äpfel. Ihr Lebensmotto lautet: “Du kannst nie zu viele Freunde haben.”

Selbst wenn anfangs kleine Kinder (vor allem Mädchen) die Zielgruppe war, fliegen heute vor allem Frauen bis um die 30 auf das breite Sortiment von Sanrio. Selbst Stars schmücken sich hie und da ganz gerne Mal mit dem süßen Kätzchen. “Hello Kitty und ihre Freunde stehen für Kindheit, heile Welt und Glücklichsein. Das ist zeitlos”, sagt Walter Cordes, der Verkaufsleiter von Sanrio Europa. Er ist sich sicher, dass die Marke auch die nächsten drei Jahrzehnte bestens übersteht. Die meiste Begeisterung weckt die Katze aber immer noch bei den asiatischen Fans.

In der Geschichte der mundlosen Katze gab es in den 90er Jahren sogar den Vorfall, dass Bill Gates mit 5,6 Milliarden Dollar die Rechte von Hello Kitty abkaufen wollte. Doch die Japaner lehnten (zum Glück) ab. So bleibt dieses kleine Goldstück weiterhin ein großer Bestandteil der japanischen Welt.


J*POP

J-Pop oder jPop ist die Kurzform für japanische Popmusik. Musikalisch unterscheidet sich die japanische Popmusik zur westlichen Popmusik im Arrangement und ebensolche Melodielinien.


Japanische Religion / Religionen in Japan

Japanische Religion ist zunächst eine Mischung verschiedener religiöser Einflüsse. Großen Anteil daran haben die verschiedenen buddhistischen Lehren und Institutionen. Als zweites wichtiges Element gilt der Glaube an einheimische Gottheiten, die kami genannt werden und mit denen spezielle Vorstellungen verbunden sind.

Neben den ‘einheimischen’ Göttern werden auch diverse mit dem Buddhismus nach Japan gekommene indische, chinesische und koreanische Gottheiten verehrt. Die Verehrung dieser findet in so genannten Shinto – Schreinen statt, weshalb dieses Element japanischer Religiosität auch als Shintoismus bezeichnet wird.

Daneben sind aber auch Totenseelen, ahnen und Geister ein wichtiger Teil des japanischen Glaubens.

Im Shinto wird nicht nur mit dem Tenno, sondern auch mit dem Brauchtum der volkstümlichen Religiösität eine Verbindung gezogen. Eine wichtige Rolle im Shintoismus spielt die Sonnengöttin Amaterasu, von der sich die Familiendynastie des japanischen Tenno herleitet.

Während der Shintoismus also vor Allem der Verehrung verschiedener Gottheiten hilft, ist der Buddhismus mehr auf die Eigeninitiative des Menschen, um sein Seelenheil zu erreichen, ausgerichtet. Der Ausbruch aus dem mühseligen Kreislauf der ständigen Wiedergeburt ist das Ziel, das nur durch eine vorbildliche Lebensführung und Beherrschung aller Leidenschaften erreicht werden kann. In der modernen japanischen Gesellschaft spielt dieser Glauben vor Allem im Toten- und Ahnenkult eine wichtige Rolle.

Noch ein paar Fakten zur japanischen Religion.

Die roten Tore vor einem Schrein heißen Torii, was wortwörtlich übersetzt bedeutet: Da, wo die Vögel sind. Wegen der Form dieses Tores lassen sich Vögel gerne darauf nieder.

Zu Silvester werden in den Tempeln die Glocken 108 Mal geschlagen, davon 107 Mal im alten Jahr und einmal im neuen Jahr. Diese ganzen Schläge symbolisieren nach dem Buddhismus die 108 Leiden, die vertrieben werden sollen.

Am 1. Januar besuchen die Japaner um Mitternacht eine Shinto – Schrein.

Oft wird für Verstorbene der eigenen Familie in der Wohnung ein Schrein aufgestellt – im Shintoismus werden nämlich oft auch Vorfahren als Kami verehrt und der Schrein soll das Andenken bewahren.

Feste werden in Japan meist shintoistisch begangen, während Beerdigungen stets in buddhistischer Form stattfinden.


Judo

Judo ist eine sehr bekannte Sportart. Genauer gesagt ist sie eine Kampfsportart aus Japan. Andere Kampfsportarten, wie z.B. Kickboxing oder Tae-Kwon-Do kommen nicht aus Japan. Jedenfalls ist Judo “der Weg der vollkommenen Anwendung von Körper und Geist”. Das Streben danach ist die Ausbildung von Körper und Geist durch das Üben von Angriffs- und Verteidigungsformen.


Karate

Karate ist neben Judo eine weitere Kampfsportart Japans. Anders als Judo aber, liegt der Ursprung nicht in Japan, sondern in China. Der Ursprung dieser Kampfkunst reicht etwa 500 Jahre nach Christi zurück. Chinesische Mönche, die keine Waffen tragen durften, entwickelten aus gymnastischen Übungen im Laufe der Zeit eine spezielle Kampfkunst zur Verteidigung. Diese haben dann auch die Japaner übernommen.


Miyavi

Miyavi (ausgesprochen: Mijabie) ist ein japanischer Pop- und Rocksänger, den man in das Visual Kei – Genre einordnen kann. Geboren wurde er in Nishikujo, Osaka. Seine Mutter stammt aus Japan und sein Vater ist Koreaner. Die beiden trennten sich, als Miyavi noch klein war. Obwohl er derzeit kein Koreanisch spricht, hat er dennoch vor, es in späterer Zukunft zu erlernen.

Als Kind wollte er immer Fußballer werden, musste dies aber wegen einem gebrochenem Fuß aufgeben. Danach wollte er Arzt werden, um Menschen zu helfen. Mit 18 stieg er dann in die Band Dué le Quartz ein und war dort das bestverkaufte Mitglied. Im Alter von 20 Jahren war er einer der besten Gitarristen Japans.

Miyavi liebt seine Fans – bei seinen Konzerten holt er manche auf die Bühne, hält ihre Hände, treibt Spielchen mit ihnen, geht sogar durch die Menge und liest Fanbriefe vor. Bei seinen Konzerten in Europa spricht er oft Englisch mit seinen Fans.


Monchhichi

Monchhichi (ausgesprochen: Mon-tschie-tschie) ist ein kleiner Affe, der im Jahre 1974 von Mr. Sekiguchi, Besitzer der Firma Sekiguchi Co. Ltd. ins Leben gerufen wurde. Diese Firma ist heute einer der populärsten Puppenhersteller Japans. Als das Monchhichi auf den Markt kam, sollte es die Botschaft der Liebe vermitteln und es setzte sich durch bis nach England. In Frankreich wurde das Äffchen Kiki genannt und die Engländer kauften es unter dem Namen Chic-A-Boo.

Von 1974 bis vor 1985 waren die blauen Augen das Markenzeichen eines echten Moncchíchis. Dann aber wurden die Augen braun gefärbt. Selbst heute erfreut sich das Monchhichi noch großer Beliebtheit unter Kindern und vor allem Sammlern. 1976 wurde die Monchhichi-Boutique eröffnet, in der man Kleidung, Accessoires, Möbelstücke und sogar Fahrzeuge für die kleinen Äffchen kaufen konnte.

Auffällig für die Monchhichis ist der Schnuller in ihrer rechten Hand. Da ein Monchhichi ein Babyäffchen ist, kann man ihm den Schnuller sogar in den Mund stecken.


Nami Tamaki

Ihre Karriere begann, als sie unter 5000 Bewerber und -innen ausgewählt wurde, um das Eröffnungslied zu Gundam Wing zu singen. (Believe) In Japan wird sie u.a. die J-Pop-Prinzessin betitelt, da sie eine der größten J-Pop-Acts (= Star) ist.

Geboren wurde sie am 1. Juni 1988 in Wakayama. Da das Tanzen und Singen schon lange zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gilt, wollte sie schon seit ihrer Kinderzeit ein professioneller Star werden. Nebenbei bekam sie bereits als kleines Mädchen Klavierunterricht. Im Alter von 13 Jahren hatte sie bereits einen Auftritt, bei dem sie den Song Fullmon Prayer gesungen hat. Außerdem hatte sie eine Rolle als festen Nebencharakter (Freundin der Hauptfigur) im Manga Lovely Complex erhalten. Geschwister hat sie keine.


Onsen

Ein heißes Bad unter freiem Himmel ist immer wieder sehr entspannend – inmitten einer herrlichen Landschaft liegen diese Bäder – auch Onsen genannt – und locken zahlreiche Besucher an.

Der Brauch, heiß zu Baden, kam im 7. Jahrhundert zusammen mit dem Buddhismus aus China und Korea nach Japan. Bis dahin hatte man sich zur Reinigung nur mit kaltem Wasser übergossen oder in Flüssen, Seen oder dem Meer gebadet. Die ersten expliziten Badestätten wurden in Tempeln eingerichtet und entsprachen in ihrer Anlage und Funktion schon weitgehend der heutigen Form.

Dieser Brauch hat sich praktisch bis in die neuere Zeit erhalten, wobei der Gang zum Tempel abgelöst wurde durch den Gang zu einem öffentlichen Badehaus. Beim gemeinsamen Baden wurde getrunken, gelacht und natürlich der neueste Dorf-Tratsch ausgetauscht. Durch das Ablegen der Kleidung gab es sozusagen keine sozialen Unterschiede mehr – beim Baden waren alle Menschen gleich.

Es gibt sogar fünf goldene Baderegeln;

  1. Vor dem Baden waschen!
  2. Keinen Exhibitionismus!
  3. Kein Handtuch mit ins Wasser nehmen!
  4. Keinen falschen Ehrgeiz haben!
  5. Nach dem Baden unbedingt ausruhen!

Origami

Origami nennt man die japanische Kunst, Papier zu falten. Diese Kunst ist alles, was man aus Papier faltet (genau genommen sogar Papierflieger). Damit ist aber auch das beliebte Papierspiel “Himmel und Hölle” gemeint!


Puri Kura / Pri-Cla

Das Wort Pri – Cla aus dem Englischen (für print club) oder auch Puri Kura aus dem Japanischen (für purinto kurabu) bedeutet auf Deutsch übersetzt Druck – Club. Pri – Cla – Automaten sind nichts anderes als Fotoautomaten, aber mit ihnen kann man die gemachten Fotos richtig niedlich verzieren – Plus: Es kostet nicht viel.

In Japan kostet so ein Automat etwa 100 Yen pro Bogen – in den meisten Fällen. So einen Automaten findet man in Japan an fast jeder Ecke und es macht großen Spaß. Man verbringt eigentlich weniger Zeit damit, die Fotos zu machen – man hat auch nur 3 Versuche – aber umso mehr Zeit benötigt man, die Sticker schön verzieren zu können.

Natürlich kann man auch größere Fotos machen lassen, die aber dann nicht kleben – je nach Belieben eben. In Japan ist dies sehr weit verbreitet, bei uns leider eher nicht.


Samurai

Im japanischen Shogunat – also der Zeit, in der statt des Kaisers ein militärischer Anführer faktisch die Macht im Staat hatte – verlegten sich einige Clans auf das Kriegshandwerk und bildeten Samurais aus.

Diese Schwertkämpfer waren die militärischen Diener der diversen lokalen Fürste und machten eine harte Lehrzeit durch, die mit dem dritten Lebensjahr begann und neben Schwertkampf, Bogenschießen und Kampfsport natürlich auch Lesen und Schreiben, sowie die Bekämpfung der eigenen Angst beinhaltete.

Samurai hatten auch einige Privilegien: Im Gegensatz zu Normalbürgern, denen das Tragen von Waffen verboten war, durften sie zwei rasiermesserscharfe Schwerter – das lange Katakana und das kurze Wakizashi – mitführen und sogar das gemeine Volk enthaupten, wenn sie sich beleidigt fühlten.

1871, nach dem Ende der Feudalära, wurden die Samurai zwar offiziell abgeschafft, doch ihre Nachfahren genießen noch heute hohes Ansehen und sind oft bedeutende Persönlichkeiten in der japanischen Politik und Wirtschaft.


Sanrio Puroland

Jeder kennt Disneyland. Wäre es nicht toll, wenn es so etwas auch für Hello Kitty geben würde? Moment, das gibt es doch! Wie, ihr glaubt mir nicht? Mitten in Tokio, genauer gesagt in Tama New Town, befindet sich ein riesiges Gebäude – in der Form einer Torte. Das ist das Sanrio Puroland.

Es ist ein sich im Gebäude befindender Themenpark mit diversen Restaurants, Shows, Attraktionen und natürlich kleinen Shops. Weiter oben gibt es auch ein Stockwerk, in dem Man die Wohnung von Hello Kitty bewundern kann. Oder man kann sich auch mit seinen Superhelden auf einem Foto abbilden lassen.


Sumoringer

Bis zu 10.000 Kalorien nehmen Sumoringer pro Tag zu sich – meist in Form von extrem ölhaltigen Fisch- und Fleischeintöpfen. Um den Appetit anzuregen, trainieren die sumotori oft frühmorgens mit leerem Magen, bevor sie sich eine Mahlzeit gönnen.

Masse allein macht aber noch keinen Meister: Tägliche Übungskämpfe und Dehnübungen sogen dafür, dass die Ringer extrem beweglich sind – auch bei über 150 Kilo Körpergewicht beherrschen die meisten von ihnen den Spagat. Japaner muss man übrigens nicht sien, um sumotori werden zu können.


Tamagotchi

Im Jahre 1996 wurde das Tamagotchi von der Bandai-Mitarbeiterin Aki Maita vorgestellt und wenig später entwickelt. Zunächst wurde dieses neuartige Spielzeug nur in Japan verkauft – bald wagte man sich damit weiter in den Westen. Allerdings war der Boom um das kleine Plastikei in den USA sowie in Europa relativ kurzlebig. Auf dem europäischen Markt tauchten bald einige ähnliche Spielsachen auf.

Nach fast 8 Jahren Ruhe war das Tamagotchi fast vergessen worden. Aber im Jahre 2004 kam eine neue Generation des Tamagotchis unter dem Namen “Tamagotchi plus” in Japan auf den Markt. Es dauerte nicht lange und das Spielzeug war in Deutschland, sowie Österreich unter dem Namen “Tamagotchi Connexion Version 1” zu kaufen. Dieser Boom hält bis heute an – es gibt bereits die 4. Version der Connexions.

Das Prinzip ist immer das gleiche. Das Tamagotchi stellt ein virtuelles Küken dar (daher die Ei-Form), um das man sich vom Zeitpunkt des Schlüpfens an wie um ein echtes Haustier kümmern muss. Es hat Bedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlafen, Zuneigung und entwickelt sogar seine eigene Persönlichkeit. Wenn man es zu lange nicht beachtet, meldet sich das kleine Tierchen beim Besitzer und möchte Zuwendung – es sei denn, das Tamagotchi ist im Pause-Modus. Wird es vernachlässigt, stirbt das Tamagotchi. Man kann es jedoch wiederbeleben, indem man das Tamagotchi resetet – dann geht das Spiel wieder von vorne los.


The GazettE

The GazettE ist eine Band aus dem Bereich Visual Kei, was bedeutet, dass eine Band großen Wert auf ihr Aussehen nimmt und somit die einzelnen Mitglieder oft mehr weiblich als männlich erscheinen. Ihr Stil bezieht sich großteils auf Rockmusik, es kommen aber auch oft leichte Metal-Elemente oder sogar sanfte Balladen vor.

Die Band wurde Anfang 2002 von Ruki (Sänger), Uruha (Gitarrist), Aoi (Gitarrist), Reita (Bassist) und Yune (Schlagzeuger) gegründet. Ruki, Uruha und Reita spielten zuvor in der Band Ma’die Kusse danach wechselten sie zu Kar+te=zyAnose; Aoi und Yune spielten in der Band Artia bis sich die fünf Anfang 2002 zusammenschlossen und Gazette entstand.

Als Yune die Band Anfang 2003 wieder verließ, kam Kai hinzu und ersetzte den Schlagzeuger. Bis heute veränderte sich sonst nichts mehr in diesem Sinn an der Band. Die Band spielt sehr erfolgreich und besucht auch immer wieder ihre deutschen und allgemein europäischen Fans durch ihre Touren.


Unazukin (Doll)

Eine Unazukin Doll ist ein Orakelpüppchen – von seiner Form her erinnert es stark an Darumas, aber der Gebrauch ist ein ganz anderer. Während Darumas als Glücksbringer fungieren, stellt man einer Unazukin Doll eine Frage die entweder mit ja oder mit nein beantwortet werden kann und diese bewegt ihren Kopf dann.

Einmal Nicken heißt ja, zweimal Nicken ist ein klares Ja und ebenso ist es mit dem Kopfschütteln. Einmal: nein, zweimal: klares nein.

Vertrieben wird das Ding bei uns von der Firma Bandai und es ist in den verschiedensten Farben und Farbkombinationen erhältlich.


Utada Hikaru

Utada Hikaru wurde am 19. Januar 1983 in New York geboren. Ihr Vater ist Musikproduzent und ihre Mutter ebenfalls Sängerin. Bereits im Alter von 12 Jahren machte sie ihre ersten Gesangsaufnahmen zusammen mit ihrer Mutter und veröffentlicht ihre ersten Songs mit der Band U3, was für Utada 3 steht.

1996 startete sie ihre Solokarriere. Erwähnenswert sind die Rekorde, die sie in Japan hält; Erfolgreichstes Debütalbum, erfolgreichstes Album, erfolgreichste Debütsingle, erfolgreichste Debüttour, erfolgreichste Tour in Japan, teuerste Werbefigur Japans, erfolgreichste Live DVD Japans, erfolgreichste Live VHS Japans, erfolgreichste Realtone Download Single, erfolgreichste Download Single weltweit und nicht zu vergessen einzige Künstlerin in Japan, die länger als 3 Wochen eine Single in der Chartspitze platzieren konnte.

Zusätzlich hat sie einige Auszeichnungen wie den Gold Disc Award erhalten. Hikaru ist bisher die einzige Japanisch sprechende und zudem jüngste Musikerin, die bisher ein MTV Unplugged aufgenommen hat. Hiermit hat sie natürlich um ein großes Stück mehr Bekanntheit erregt. Schon seit Jahren setzt sie sich für krebskranke und benachteiligte Kinder ein und spendet hohe Summen. Sie selbst hat 2002 eine Stiftung für krebskranke Menschen gegründet.


UVERworld

UVERworld ist eine 5-köpfige japanische Band aus Shiga, Kansai, die bekannt ist für ihren Genremix aus Rock, Rap, elektronischer Musik und Beat-Boxing. Ihr Name ist eine Verbindung des deutschen „über“ und des englischen „over“. Für sie bedeutet es so viel wie „Crossing over their own world“.

Die Bandmitglieder sind TAKUYA (Sänger), Katsuya (Gitarre), Akira (Gitarre), Nobuto (Bass) und Shintaro (Schlagzeug). Sie besitzen ein eigenes Bandmaskottchen namens UVERchan, das eine Art Bär-Fledermaus-Mix ist. Es ist in verschiedenen Farben auf mehreren CD-Covern erschienen.

Die Band wurde 2002 gebildet und trug damals noch den Namen „Sangoku Road“. Die Band bestand zunächst aus 7 Mitgliedern, doch aus unbekannten Gründen verließen 2 Mitglieder, ein Saxophonist und ein weiterer Sänger, die Gruppe. Nach ihrem Ausstieg nannten sie sich in „UVERworld“ um und 2003 veröffentlichten sie eine Demo-CD, von der 3000 Kopien verkauft wurden.


Yen

Die seit 1871 geführte Währung in Japan heißt Yen. Er ist neben dem amerikanischen Dollar und dem Euro in vielen Ländern Teil der eigenen Geldreserve zur Währungsstabilisation. Der Währungscode der ISO ist JPY (Japanische Yen) und das Zeichen hierfür ist ¥ im internationalen Raum – in der Kanji – Schrift wird es mit diesem Zeichen dargestellt: 円.


& Wusstest du eigentlich schon, dass…

  • sich Japaner waschen, bevor sie sich baden?
  • sich Japaner in der Öffentlichkeit nie die Nase putzen?
  • Japaner leidenschaftlich gerne Currygerichte verputzen?
  • es in Japan in fast jeder Ecke irgendwelche Automaten gibt?
  • man in Japan ein Fahrrad um ca. 8.000 Yen kaufen kann?
  • in Japan die Blutgruppen wie Sternzeichen gehandhabt werden?
  • es in Japan folgedessen keine richtigen Sternzeichen gibt?
  • es in Japan Pepsi mit Gurkengeschmack gibt?
  • es in Japan Eis mit Fischgeschmack gibt?
  • man sich in Japan keinen Alkohol selbst nachschenken darf, weil man sonst als Säufer gilt?
  • typisch japanische Toiletten aus einer Schale im Boden bestehen?
  • Japan sehr umweltbewusst ist und die Wiesen, sowie Straßen sehr sauber sind?
  • es in Japan so genannte Kapselhotels gibt, in denen man Mal ganz schnell ausschlafen kann?
  • es in Japan angeblich viereckige Melonen zu kaufen geben soll?
  • es in Japan angeblich einen eigenen Feiertag für Pocky gibt? Der 11.11.
  • in Japan ein ganz einfacher Kuss um einiges mehr bedeutet, als hier bei uns? In Japan ist dies nämlich ein indirektes Versprechen, früher oder später einmal miteinander zu schlafen.
  • in Japan der Satz “ich liebe dich” mit einem Heiratsantrag kommt?
  • dass deshalb auch das japanische Liebesgeständnis auf Deutsch übersetzt “ich mag dich” bedeutet?

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