Eine Nickelallergie erkennen

Eine Nickelallergie erkennen

Wer kennt das nicht, du hast gerade die neue Kette erstanden und trägst sie glücklich um den Hals. Nach einigen Stunden oder Tagen geht es los: Jucken, Brennen, Bläschen. Die Nickelallergie ist eine Kontaktallergie und breitet sich auf der Haut aus, die dem Schmuck ausgesetzt war. Auch manche Gürtelschnallen bestehen aus Nickel. Das merkt man aber erst dann, wenn sich alles entzündet. Wenn die Haut mit dem Nickel nicht mehr in Berührung kommt, ebbt die Allergie auch ab.

Auch wenn die Haut juckt, die entzündeten Stellen sollten nicht noch weiter aufgekratzt werden. Denn die offenen Stellen verzögern das Abheilen und Infektionen haben es so viel leichter. Ist die Haut dem Nickel dauerhaft ausgesetzt, kommt es zu chronischen Allergien.  Die Haut verändert sich, sie beginnt zu schuppen, verdickt sich entzündlich und reißt ein.

Wird Nickel mit der Nahrung aufgenommen, können sich auch die Hautprobleme verschlimmern.

Doch was solltest du tun, wenn du merkst, dass du eine Hauterkrankung hast und diese auch nicht in den Griff zu bekommen ist? Der erste Weg ist am besten der eines Hautarztes, besser noch eines Allergologen. Dieser erkundigt sich dann erst mal recht intensiv, wann diese Probleme auftauchen und möglicherweise findet sich hier dann schon eine Lösung.

Nachgewiesen wird eine Nickelallergie mit dem Epikutantest. (Pflastertest). Darauf werden verschiedene Stoffe gegeben, die eine solche Kontaktallergie auslösen können. Reagiert die Haut auf die Stoffe, kann der Arzt genau sehen, wo eine Allergie vorliegt. In der Regel nimmt der Arzt die Pflaster nach 24 oder 48 Stunden ab und die Hautstellen werden begutachtet. Nach 72 werden die Tests ausgewertet.

Doch wie kannst du dich nun vor einer Nickelallergie schützen? Heilbar ist sie leider nicht. Du kannst nur versuchen, dich vor Nickel zu schützen, sprich keine Gegenstände tragen, wo Nickel drin ist. Dazu zählen Schmuckstücke, Gürtelschnellen und dergleichen.

Lässt es sich nicht vermeiden, mit Nickel in Kontakt zu kommen, beispielsweise in der Arbeit, dann sollten Schutzmaßnahmen, in Form von Handschuhen, getroffen werden.

Hast du nun Hautrisse, dann können die Nickelionen ganz leicht eindringen und so eine allergische Reaktion hervorrufen. Die Haut entzündet sich bei einer Nickelallergie. So helfen dir am besten entzündungshemmende Mittel in Form von kortisonhaltiger Salbe, sowie gute Pflegemittel.

Hast du eine sehr schwere Form der Nickelallergie, dann kann es sinnvoll sein, dass Kortison in Form von Tabletten einzunehmen. Wenn dann auch noch eine Infektion hinzukommt, dann wird oft Antibiotika eingesetzt. Die Entscheidung liegt aber bei dem behandelnden Arzt.

Willst du deine geliebten Stücke trotzdem tragen kann eine Schicht Schutzlack auf den Nickellegierungen helfen. Denn auch die geliebten alten Schmuckstücke aus Gold und Silber können noch mit einer Nickellegierung beschichtet sein.

Natürlich können auch Nickelspuren im Essen bestimmter Lebensmittel sein. Hier ist es ratsam, auf die nickelhaltigen Lebensmittel zu verzichten. Wer nicht weiß, welche Lebensmittel das sind, kann sich bei seinem Arzt oder einem Ernährungsexperten erkundigen.

Auch die Zubereitung der Lebensmittel können die Allergie verschlimmern. Kaffee zum Beispiel sollte lieber per Hand aufgebrüht werden. Denn in den Kaffee- oder Espressomaschinen sowie in den Heizspiralen des Wasserkochers können große Mengen Nickel enthalten sein.

Auch Wasser, was in der Leitung gestanden hat, sollte zunächst abgelaufen lassen werden, bevor es zum Kochen genutzt werden sollte. Ebenfalls kann älteres Kochgeschirr Nickel enthalten.

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