Kategorie: Tipps & Tricks

Amigurumi: Ein allgemeiner Guide

Was genau ist eigentlich ein Amigurumi? Dies sind japanische Häkelpuppen, wovon es zwei verschiedene Untergruppen gibt; die körperlosen Amigurumis, die sich meist in Muffinförmchen aus Papier befinden und diejenigen unter ihnen, die sehr wohl einen Körper haben. Hier ist dann natürlich immer darauf zu achten, dass man mindestens zwei verschiedene Farben am Körper verwendet, aber alles nach der Reihe.

Schritt 1

Wir beginnen mit dem Kopf. Gleich vorweg gesagt: Bei JEDEM Teil, das an das Amigurumi dran kommt, beginnen wir mit einem gehäkelten Kreis. Wer so etwas noch nie gemacht hat, sollte sich diese Seite hier Mal eben durchlesen. Benutzt man zwei verschiedene Farben, bricht man – je nach Größe der Kugel – bei etwa einem Drittel ab und häkelt einfach mit der zweiten Farbe weiter.

Schritt 2

Um eine gleichmäßige Form beim Kopf zu erhalten, häkeln wir nicht in einem durch sondern häkeln zwei Teile, die wir dann um die Styroporkugel herum zusammennähen. Kommt nun kein Körper mehr dran, bringen wir den Kopf in eine Muffinform an oder machen sonst was damit und gehen sofort über zu Schritt 8. Kommt ein Körper unten dran, folgen wir den nächsten Schritten ohne Auslassungen.

Schritt 3

Wichtig ist es, die Arme immer kleiner zu machen, als die Beine werden sollten. Natürlich kommt das auch stark darauf an, was gehäkelt wird. Mensch oder Tier? Aber dennoch macht man im Normalfall die Arme um etwa einen Zentimeter kürzer, als die Beine. Ob sie den gleichen Durchmesser bekommen, ist euch überlassen.

Schritt 4

Für Arme und Beine werden immer längliche Säckchen gehäkelt, die man dann einfach in gleicher Höhe und Diagonale am Körper anbringt.

Schritt 5

Der Körper wird, wie jeder andere Teil des Amigurumis, in einem Kreis begonnen, wird aber mit dem nicht unterbrochenen im-Kreis-häkeln zu einem länglichen Sack, den man durch das Auslassen einer Schlaufe (oder teilweise jeder dritten Schlaufe) oder auch durch das gelegentliche hinzufügen einer Schlaufe erweitern oder zusammenziehen kann. Nähert man sich dem Hals, ist es natürlich empfehlenswert, den Kragen „zu zu ziehen“.

Schritt 6

Reis ist bei Wolle eher weniger als Füllmittel zu empfehlen – ich verwende stets Normal- oder Bastelwolle.

Schritt 7

Falls bei der Figur ein Schwänzchen benötigt wird (oder etwas anderes, wie zum Beispiel ein Schnabel), so bringt man ihn einfach wie Arme und Beine am Körper an.

Schritt 8

Für die Augen werden unterschiedliche Materialien verwendet – genauso wie für das Gesicht / den Mund. Hier könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen. Meistens verwendet man fertige Puppenaugen oder ganz herkömmliche Knöpfe. Entweder man verwendet 2 große (für die Iris) und 2 kleine (für die Pupillen) oder einfach 2 kleinere. Diese werden mit ganz normalem Nähgarn an der Wolle befestigt.

Schritt 9

Die Haare werden nun befestigt, genauso wie Kopfbedeckungen, Schleifchen oder Ohren – je nachdem, was ihr mit eurem Amigurumi geplant habt. Nachdem ihr dann auch diesen letzten Schliff (plus / minus Bekleidung…) hinter euch gebracht hat, ist euer Amigurumi fertig! Herzlichen Glückwunsch. :‘)

Viel Spaß beim Häkeln!!

Fruchtscheiben aus Fimo herstellen

Fruchtscheiben. Überall kann man sie sehen, es gibt sie in ganzen Rollen, von denen man mit einer scharfen Klinge feine Scheiben oder ganze Stücke herunterschneidet. Die einen verwenden sie für Nageldesign, die anderen für Schmuck und/oder Anhänger. Wir werden wirklich ziemlich oft gefragt, wie man die eigentlich macht und haben deshalb heute ein kleines Tutorial für dich.

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– Mehr solche Tipps erhältst du in unserem Guide zum sauberen Arbeiten mit Fimo! –

So machst du Orangenslices

Wenn man das Prinzip solcher Slices verstanden hat, sind alle anderen auch nicht mehr schwer.

Als erstes brauchst du die Farbe für das Fruchstück; in unserem Fall ein helles Orange für Orangenscheiben. Zuerst knetet und rollt man die orange Farbe, bis man sie gemütlich ausrollen kann. Dann schneiden man mehrere kleine Streifen ab, die eine Länge von zirka 5cm haben. Um die Orange realistisch zu halten, haben wir 10 kleine Rollen gemacht.

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Die werden im Anschluss mit einer weißen Schicht, die nicht ganz 3mm dick ist (oder dicker, wenn du willst) umhüllt und gleich darauf vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger so gedrückt, dass wir lauter Tropfenförmige Streben haben. Eine Strebe vom weißen Fimo rollen wir direkt zu einem kleinen Röllchen. Denn wenn die Tropfen aneinander gereiht sind, sodass sie einen Kreis ergeben, bleibt die Mitte leer.

Also kommt die weiße Rolle in die Mitte. Danach werden die ganzen Stangen vorsichtig aneinandergedrückt und am äußeren Ende vorsichtig verwischt, dass sie zusammenwachsen. Dann kommt eine ausgerollte Schicht von weißem Fimo drüber. Natürlich musst du sie nicht so fein säuberlich ausschneiden, aber es macht vieles einfacher.

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Der Realistik zu Liebe kommt dann noch ein solcher Streifen – aber zweimal so dick wie der weiße, der grade draufkam – er sollte in derselben Farbe sein, wie es die inneren Schichten sind. Außen kommt am Schluss dann noch ein dunkleres Orange drauf und dann wird alles nochmal vorsichtig festgedrückt.

Im Anschluss rollt man die Stücke dann vorsichtig. Je nachdem, wie groß die Scheiben im Durchmesser werden sollen, so lange rollt man. Je kleiner, desto höher natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass man sie mit einem Schnitt teilen muss, da sie sich sonst verformen.

Will man die Fruchtscheiben nachher noch auf Tortenstücke oder was anderes derartiges geben, wo sie nochmals mitgebacken werden, empfiehlt es sich, die Fruchtscheiben nur 10 Minuten lang bei 180°C im Backofen zu lassen.

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Hier ein kleines Beispiel, welches  das ausrollen ganz gut veranschaulicht.

Erdbeeren oder etwa Äpfel sind etwas tricky beim Rollen – hier darf man nicht zu schnell sein, da man sie sonst rund macht und Erdbeeren sollen ja z. B. eher dreieckig sein. ^_^

Sauber mit Fimo & Kunstharz arbeiten

So arbeites du richtig mit Gießharz

Vorbereitung:

Bevor du mit Gießharz arbeitest, solltest du alle Materialien auf einer abgedeckten Arbeitsfläche bereitstellen.

Du benötigst:

  • Gießharz
  • Härter
  • Kleine Behälter zum Anrühren (z.B. alte Einmachgläser)
  • Holzstäbchen oder Plastikteelöffel
  • Eine Fein- oder Briefwaage
  • Einweghandschuhe
  • Silikonformen
  • Deko – Material (Sticker, Glitzer, Steinchen, etc.)
  • Pinzette
  • Zahnstocher
  • Eventuell Farbpigmente oder Kreide

Der Gießvorgang

Jetzt kann es losgehen: Fülle die gewünschte Menge Gießharz in den Becher und wiege die Flüssigkeit sorgfältig ab. Anschließend gibst du den Härter hinzu. Achte dabei genau auf das Mischungsverhältnis! Das perfekte Gießharz erhältst du bei einem Mischungsverhältnis von zwei zu eins. Für drei Gramm Gießharz benötigst du also 1,5 Gramm Härter. Mit einem Holzstäbchen oder einem Plastikteelöffel vermischt du nun vorsichtig die Flüssigkeiten. Hierbei ist es wichtig, dass du nicht zu schnell rührst, da sonst Luftbläschen entstehen, die du später nur noch sehr schwer aus deiner Form heraus bekommst. Dein Gießharz ist fertig, wenn die Flüssigkeit im Becher transparent und klar aussieht.

Jetzt können die Silikonformen befüllt werden. Solange das Harz flüssig ist, kannst du mit einer Pinzette kleine Dekoartikel wie Sticker oder Steinchen hineinsetzen. Möchtest du, dass dein fertiges Schmuckstück im Licht schön funkelt? Dann streue einfach etwas Glitzerpulver über den bereits leicht angetrockneten Harz. Wenn du es gerne bunt magst, kannst du dein Gießharz sogar färben. Dazu brauchst du nur eine weitere Mischung aus Gießharz und Härter und fügst etwas Kreide oder Farbpigmente hinzu. Die farbige Flüssigkeit wird anschließend über die bereits fertige Form gegeben und muss noch einmal 24 Stunden trocknen.

 

Die Grundausstattung, um mit Fimo zu arbeiten

  • Fimo Ofenknete
  • Alle Grundfarben
  • Unterlage z. B. Fliese, Schneidebrett, Schneidematte oder Glasplatte
  • Modellierwerkzeug von Fimo
  • Küchenmesser ohne Rillen oder Kuttermesser
  • Acrylroller, Edding oder Glasflasche zum Ausrollen
  • Ausstechformen
  • Feuchttücher zum Säubern
  • Zahnbürste zum Strukturieren
  • Zahnstocher und Alufolie zum Einstechen oder zum Rollen
  • Pastellkreide
  • Pinsel
  • Acrylfarben aus dem Bastelladen, Eddingstife (mit Pigmenttusche)
  • Kettelstifte
  • Zange, Seitenschneider
  • Sekundenkleber, Schmuckkleber
  • Fimo Glanzlack
  • Backofen
  • Schale mit Backpapier

 

So bleibt Fimo fusselfrei

  • Wer schon einmal mit ofenhärtender Knete gearbeitet hat, weiß dass da schon öfters Reste übrigbleiben. Um diese weiterhin verwenden zu können, empfiehlt es sich diese vernünftig zu lagern.
  • Keinesfalls sollte man die Knete offen liegen lassen, da sich Fussel darauf bilden können.
  • Hat man mehrere Farben, diese am besten separiert in kleinen Tütchen aufbewahren und in eine verschließbare Dose oder Box packen um sie zu schützen.
    Statt den Tütchen bieten sich auch kleine Dosen oder Gläser mit Schraubdeckel an.
  • Damit es allerdings gar nicht erst zu fusseliger Ofenknete kommt, kann man ein paar einfache, aber hilfreiche Tricks anwenden.
  • Vor Beginn sollte die Arbeitsfläche oder Arbeitsunterlage gereinigt werden. Man kann auch direkt auf Backpapier arbeiten, das hat den Vorteil, dass die Arbeiten direkt mit dem Papier auf das Blech gelegt werden kann.
  • Auch die Hände mit Seife gründlich waschen und mit einem fusselfreiem Tuch abtrocknen. Beginnt man mit einer neuen Farbe, da am besten auch die Hände vorher reinigen (Feuchttücher eignen sich sehr gut dafür).
  • Das gleiche gilt für Arbeitsgeräte wie Roller, Messer, Förmchen usw. Diese nach jedem Arbeitsgang reinigen.

Der ultimative Nadelfilzguide

Mit Nadelfilz zu arbeiten ist nicht nur total lustig, sondern ermöglicht es dir, dich mit einer gewissen Portion Inspiration so richtig kawaii auszuleben. Auf dem YouTube Kanal von Maquaroon ist hier vor einiger Zeit ein sehr hilfreiches Video veröffentlicht worden mit 10 Dingen, die du über Neeldefelt wissen solltest. Das wollen wir dir natürlich nicht weiter vorenthalten, darum kommt es auch gleich als erstes dran:

Seitdem Babsi auf einer Convention im Jahr 2015 einen niedlichen Hamster aus Nadelfilz erhalten hat, ist das Thema für selfesteem unglaublich interessant. Nach wie vor stehen Planungen hierfür in den Startlöchern, um damit ein paar knuffelige Schlüsselanhänger zu erschaffen. Nur sind wir derzeit restlos mit der Entwicklung anderer Produkte beschäftigt, sodass dies bis auf Weiteres noch nicht verwirklicht wird. Ein spaßiges Hobby ist es trotz allem!

 

Was brauchst du, um nadelfilzen zu können?

  • Eine Box für alle deine Utensilien
  • Filzwerkzeug (Filznadeln & Co.)
  • Stichunterlage(n) aus Styropor oder Kunstschaum
  • Wollfilz
  • Sicherheitsaugen oder andere, kleine Plüschtieraugen
  • Sekundenkleber
  • weiteres Material, wie Schlüsselanhängerringe oder ähnliches

Der kleber ist dazu wichtig, um die Augen gut befestigen zu können. Natürlich erklärt es sich von selbst, dass er erst zum Schluss eingesetzt werden sollte, wenn das restliche Plüschtier schon fertig ist und nur noch die letzten Applikationen fehlen. Es ist nämlich sehr schwierig, Filz noch richtig formen – selbst durch Stechen – wenn bereits Kleber im Spiel ist und hier für Verhärtungen sort.

Wichtig ist natürlich, dass du immer gut auf deine Finger aufpasst. Bist du ungeübt in dieser Sache, darfst du niemals die Filznadel mit so hohem Schwung in die Filzwolle stechen, dass diese dabei in deiner Hand landen könnte! Lass es lieber ein bisschen langsamer angehen und gehe dabei auf Nummer sicher.

Ähnlich den Fingerhütchen, die es beim Nähen gibt, um dich hier vor Verletzungen zu schützen, gibt es ganze Fingerkuppen aus Leder. Solche kannst du dir für Daumen und Zeigefinger zulegen, denn mit diesen beiden wirst du deine geschaffenen Filzkunstwerke auch während dem ganzen Erstellungsprozess festhalten.

 

Und wie funktioniert das Nadelfilzen nun?

Zunächst brauchst du natürlich eine Vorlage. Diese kannst du entweder aus dem Internet haben, in deinem Kopf vor dem inneren Auge behalten oder auch durch etwas anderes inspirieren lassen. Farbverläufe werden durch den Einsatz verschiedener Filzfarben geschaffen. Füße oder Ohren, die ebenso aus Filz bestehen, kannst du ebenso durch das Stechen am Ende dann an deiner Figur befestigen.

Es gibt in japanischen Onlineshops auch direkte Bastelkits, bei denen du nicht nur die Basic-Werkzeuge, sondern auch gleich fertige Vorlagen und die dazu nötigen Filzwollstücke erhältst. So etwa, um eine Katze, einen Bären oder einen Hamster nachzubasteln. Mit solchen Kits kannst du natürlich die Grundlagen super lernen, aber das ist nicht zwanghaft notwendig. Kommst du an so etwas nicht oder nur sehr schwer ran, dann sieht dich doch einfach im lokalen Bastelladen um. Filzwolle führt nahezu jedes Geschäft dieser Art.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Filzen! ^_^

Wenn der Ohrschmuck unverträglich ist

Ohrringe gehören zu den beliebtesten Accessoires der meisten Frauen und einiger Männer. Da die Clip-Variante häufig schlecht sitzt, leicht abfällt und auch die Auswahl eingeschränkt ist, entscheiden sich die meisten Liebhaberinnen des Ohrschmucks früher oder später für Ohrlöcher. Das bleibt allerdings leider nicht immer ohne Probleme. Ohrlöcher können vor allem direkt nach dem Stechen oder Schießen zahlreiche Probleme bereiten.

Probleme mit den Ohrlöchern – woran liegt es?

Wenn der Ohrschmuck nicht verträglich ist, lassen sich die Gründe hierfür in zwei Kategorien einteilen. Bei der ersten geht es darum, dass die Wunde beziehungsweise das Loch Probleme bereitet. Bei der zweiten spielt ein unverträgliches Material eine Rolle.

Ohrlöcher – eine erwünschte Verletzung

Auch, wenn Ohrlöcher gewollt sind und aus kosmetische Gründen gemacht werden – es handelt sich hierbei um eine Verletzung, wie jede andere auch. Wenn sich die Ohrlöcher entzünden, kann es sein, dass die Hygiene nicht ausreichend war. Das kann schon beim Stechen der Fall gewesen sein. Manchmal gelangen die Keime auch erst später in die Wunde, was vor allem dann passiert, wenn diese nicht gut genug geschont und gepflegt wurde. Auch, wenn am Knorpel gestochen wurde, kann sich eine heftige Entzündung entwickeln, deren Abheilung viel Zeit benötigt.

Problematischer Ohrschmuck

Entzündungen und Schmerzen können auch dann auftreten, wenn die Ohrringe nicht passend ausgesucht wurden. Zum Beispiel können Ohrringe zu schwer sein oder leicht an der Kleidung hängen bleiben, wodurch das Ohrloch gereizt wird oder sogar einreißt. Einige Stecker haben auch einen problematischen Draht, der von innen in das Ohrläppchen schneidet. Manchmal ist auch eine Allergie die Ursache, wenn Ohrschmuck nicht verträglich ist.

Abhilfe gegen entzündete Ohrlöcher

Niemand muss sich mit Schmerzen und Entzündungen an den Ohrlöchern abfinden. Denn es gibt viele Mittel und Methoden, wie eine wirksame Vorbeugung funktionieren kann.

Bereits beim Stechen aufpassen

Wenn Sie Ihre Ohrlöcher (oder die Ihres Kindes) erst planen, dann sollten Sie den Ort sorgfältig aussuchen, an dem Sie die Ohrlöcher stechen lassen möchten. Vermeiden Sie möglichst das bei Juwelieren häufig betriebene Schießen mit einer Ohrlochpistole, da dieses das Gewebe unsauber durchtrennt und den Heilungsprozess verlangsamen kann. Außerdem kann die Pistole nicht desinfiziert werden, weshalb Keime es besonders leicht haben. Besser ist es, wenn beim Arzt oder im Piercing-Studio eine sterile Nadel verwendet wird.

Wichtig ist es außerdem, direkt nach dem Stechen nur medizinische Ohrstecker zu tragen. Diese müssen steril verpackt gewesen sein. Im Idealfall bestehen sie aus dem nickelfreien Material Titan. Falls Ihr Kind Ohrschmuck bekommen soll, dann warten Sie am besten bis zur Pubertät. Das gilt auch deshalb, weil sich die Löcher durch das Körperwachstum eventuell beim Erwachsenen nicht mehr an der richtigen Stelle befinden.

Hausmittel gegen Entzündungen

Bei leichteren Entzündungen können unter Umständen Hausmittel nützlich sein. Ein beliebtes ist Kamillentee, der stark gekocht und regelmäßig mit einem Wattebausch auf die Ohrlöcher aufgetragen wird. Eine Alternative hierzu ist eine Kamillen-Tinktur aus der Apotheke. Auch Alkohol kann als desinfizierendes Mittel zum Abtupfen nützlich sein. Andere Betroffene schwören auf Kochsalzlösung.

Weitere Maßnahmen

Bei wiederholten Entzündungen kann es sich lohnen, den Ohrschmuck zu wechseln. Dieser sollte grundsätzlich nicht zu schwer und mit einem ausreichend bereiten Stecker versehen sein. Da auch eine Nickelallergie die Ursache sein kann, kann sich ein Allergietest beim Arzt lohnen. Dieser kann auch ein desinfizierendes Spray oder eine Creme verschreiben, um die Entzündung zu behandeln.

Abfärbender Schmuck und was du dagegen tun kannst

Abfärbender Schmuck ist immer ärgerlich, ganz egal, ob es sich hierbei um Ohrschmuck, Ringe, Halsketten oder Armbänder handelt. Und Menschen lieben Schmuck. Er sieht toll aus und unterstützt den Menschen beim Tragen anderer Accessoires und Mode. Doch die richtige Behandlung von Schmuck jeder Preisklasse ist manchmal nicht ganz so einfach. Es kann leicht passieren, dass du dich ärgern musst, weil abfärbender Schmuck selbsterklärend nicht mehr wirklich gut aussieht, nachdem du ihn ein paar mal getragen hast.

 

Aber was zählt überhaupt als abfärbender Schmuck?

Mit dem Abfärben von Schmuck bezeichnet man allgemein den Vorgang, wenn sich die Farbe vom Schmuck löst und sich möglicherweise auf der Haut absetzt. Aus dermatologischer Sicht stellt dieses Abfärben kein Problem für die Haut dar, da die Farbe einfach wieder abgewaschen kann. Sollte dies also ein Mal passieren, dann einfach die Hand mit etwas Wasser und Seife abwaschen, bis die Farbe entfernt ist. Oft passiert es aber leider, dass der Schmuck anläuft. Die Farbe ändert sich dann und das Accessoire sieht nicht mehr so toll aus, wie vorher. Das Ergebnis: Abfärbender Schmuck. Wie ärgerlich!

Modeschmuck wird nicht immer qualitativ hochwertig hergestellt – und hierbei meinen wir natürlich nicht unbedingt die Anhänger oder dergleichen, sondern vielmehr die Metallbasen und -bestandteile, auf die auch selfesteem immer wieder zurückgreift. Wer Schmuck im Preissegment unter 50€ kauft, muss immer damit rechnen, dass es sich hierbei nicht um echtes oder Sterling Silver handelt, sondern lediglich eine Zinklegierung zum Einsatz kommt. Sozusagen eine Grundvoraussetzung, damit abfärbender Schmuck überhaupt erst die lästigen grünen Rückstände auf deiner Haut hinterlässt. Denn eine Zinklegierung bedeutet nicht automatisch, dass hier Zink zum Einsatz kommt. Genau genommen ist es eine Mischung aus verschiedenen Metallen, die oftmals vom Hersteller gar nicht näher definiert werden.

Die verwendete Farbe hält daher nicht so gut am Schmuckstück und verliert ihre Haftung. Vor allem bei Kontakt mit Wasser und Feuchtigkeit setzen sich die Farbteilchen auf die Haut ab und abfärbender Schmuck verliert an Glanz. Wasser und Schweiß verstärken die Reaktion der sogenannten Oxidation. Darunter versteht man die Reaktion mit Sauerstoff (also mit Luft oder dem Sauerstoff, der in Wasser enthalten ist). Die Oxidation zerstört in der Regel die Farbschicht. Da sich Modeschmuck aus einem Gemisch aus Messing und anderen Stoffen zusammensetzt, findet dieser Prozess recht schnell statt. So kann es vorkommen, dass Schmuck nach dem Waschen der Hände oder der Haare verfärbt ist.

 

Was kannst du also dagegen tun?

Um das Abfärben oder Anlaufen zu verhindern, sollte Schmuck nie in Kontakt mit Wasser geraten. Obwohl es etwas mühsam klingt, sollte Schmuck immer vor dem Waschen der Hände oder der Haare abgenommen werden. Wer ins Schwimmbad geht, sollte seinen Schmuck am besten zu Hause lassen. Auch Schweiß verstärkt die Oxidation, daher sollte Schmuck nicht getragen werden, wenn man Sport macht.

Bei der Lagerung ist darauf zu achten, dass der Platz eine niedrige Luftfeuchtigkeit hat. Dazu eignet sich idealerweise eine kleine Schachtel. Sollte sich der Schmuck einmal verfärben, so können kleine Flecken mit Putztüchern entfernt werden. Große Stellen können mit einer Lösung aus Backpulver und Wasser wieder geglättet werden. Bei Ringen und Ohrringe ist Klarlack sehr hilfreich, da er die verfärbten Stellen gut bedeckt. Echter Schmuck aus Gold und Silber verfärbt sich nicht. Diese Materialien sind sehr beständig, Gold oxidiert nicht. Wer sich also diese Mühe sparen möchte, sollte zu echtem Schmuck greifen.