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wir quatschen über alles, das zu uns passt :D

Lolita Lexikon

Unser Lolita Lexikon ist deine Anlaufstelle für alle Fachbegriffe rund ums Thema Lolita. Willst du mehr über japanische Modestile wissen? Darüber haben wir nämlich auch schon geschrieben.

A

A-Linie

Ein A-Linien-Rock oder -Kleid fällt wie der Buchstabe A: Oben schmal und nach unten breiter werdend. Besonders bei Classic Lolitas beliebt.

B

Babydoll

Babydoll ist ein anderes Wort für High Waist (hoch tailliert). Obwohl der Begriff Babydoll bei uns für jede Art von High Waist-Kleidung verwendet wird, steht er eigentlich für Nachtwäsche.

Barret

Ein Barret ist eine Kopfbedeckung – du kennst es vielleicht als „französische Baskenmütze“. Im Lolita-Stil werden Barrets gerne mit Bändern, Broschen oder Aufnähern verziert, um extra niedlich auszusehen.

Bonnet

Haubenähnliche Kopfbedeckung, die aus US-Bürgerkriegszeiten stammt und hauptsächlich von Classic Lolitas getragen wird. Man unterscheidet zwischen dem normalen Bonnet (liegt eng an, bedeckt den ganzen Kopf, steht ab der Mitte wie eine Haube nach oben) und dem Half Bonnet, das wie ein Haarreif getragen wird.

Bow

Bow oder Bow-Tie bezeichnet eine Stoffschleife (Fliege), die Männer sich zur Zierde über dem Hemdkragen befestigen. In der Lolita Mode sind Bows enorm wichtig. Es gibt sie in allen Größen, Farben und Prints und auf Haarschleifen, Broschen oder an/auf Röcken.

Bloomers

Als Bloomers werden die kurzen, meist weißen Unterhosen bezeichnet, die eine Lolita „drunter“ trägt. Sie schützen ihre Trägerin vor ungewollten Blicken und puffen den Rock darüber ein wenig auf. Knielange Bloomers nennt man Drawers.

Brandwhore

Der Begriff „Brandwhore“ (= Markenhure) ist in Lolita-Kreisen ein negativer Ausdruck für jemanden, der ausschließlich Markenkleidung trägt. Dabei geht es den meisten „Brandwhores“ gar nicht darum, sich von anderen Lolitas abzuheben und als etwas Besseres gesehen zu werden. Meist werden bestimmte Marken nur gekauft, weil ihnen die Kleidung gefällt. Neu-Lolitas kaufen Marken oft aus Unwissenheit, weil sie nicht nähen können oder sich eine bessere Stoff-Qualität erhoffen. Auch der Wunsch nach Akzeptanz in Lolita-Kreisen führt dazu, zur Brandwhore zu werden.

Burando

Burando ist das japanische Wort für „Marke“ und entstand aus dem englischen „brand“. Es bezeichnet die in der Lolita-Szene besonders angesehenen, etablierten Marken.

Bustle

Als Bustle bezeichnet man die Rüschenbahnen, die in der Lolita Mode auf der Rückseite von Röcken angebracht sind.

C

Cape

Capes sind ponchoähnliche, ärmellose Überzieher, die perfekt für Übergangswetter geeignet sind. Sie haben meist eine Kapuze, sind hüftlang und werden am Hals befestigt. Das Cape ist ein wichtiges Element in der Classic und Sweet Lolita Mode.

Cannotier

Im Gegensatz zum Bonnet werden Cannotiers seitlich getragen. Mit Perlen, Pailletten oder Schleifen verziert, kommt dieser Kopfschmuck vor allem bei Sweet Lolitas zum Einsatz.

Co-ord

Co-ord kommt von dem englischen Wort „coordination“ (= Koordination) und steht für ein perfekt aufeinander abgestimmtes Outfit.

Corsage

In der Lolita Szene ist eine Corsage ein aufwändig verzierter Haarschmuck in Blumenform. Sie wird durch einen Kamm im Haar befestigt oder als Brosche an der Kleidung getragen.

Corset Skirt

Als Corset Skirt bezeichnet man einen Rock, über dessen Bund ein Korsett angebracht ist. Er findet besonders im Pirate und Aristocrat Lolita-Stil Anklang.

D

Dresscode

Ein Dresscode gibt die Kleiderordnung für eine Veranstaltung vor. Wer sich nicht daran hält und z.B. zu einem White-Dinner ganz in schwarz erscheint, kann ausgeschlossen werden. Dresscodes bezeichnen außerdem den grundlegenden Aufbau eines Lolita-Outfits. Jeder Stil hat seine Regeln und typischen Merkmale, nach denen die Trägerin/der Träger seinen Look stylt.

G

Gamaschen

Gamaschen sind ein im Dandy-Style beliebtes Accessoire. Sie werden über den Schuhen angebracht.

Gehrock

Gehröcke sind doppelreihige Jacken, die vorne verschlossen werden können. Es gibt sie in unterschiedlichen Längen. Eins der wichtigsten Bestandteile von Aristocrat- und Dandy-Outfits und finden bei Männern wie Frauen Anklang.

Gehstock

Dekoratives Objekt, das in der Barockzeit von Edelleuten benutzt wurde. Gehört zur Standartausrüstung von Dandy Lolitas. Die Funktionalität ist zweitrangig, er muss in erster Linie gut aussehen.

Gothic & Lolita Bible

Die Gothic & Lolita Bible ist DAS Lolita-Modemagazin. Sie erscheint seit 2001 vierteljährlich und dreht sich um Lolita-Mode, Accessoire-Trends, Makeup und Lifestyle-Tipps. Außerdem enthält sie Interviews mit Persönlichkeiten der Szene und Event-Berichte. Die Bible ist ähnlich einem Coffee Table Book aufgemacht und bei Sammlern äußerst begehrt. 2017 wurde die Printausgabe in Japan vorerst eingestellt. Zeitweise gab es in den USA eine englische Version.

H

Hairpin

Kleine Accessoires, die mit einem Kamm in die Frisur gesteckt werden. Besonders beliebt sind Schleifen, aber auch Tötenköpfe oder Rosen. Gut mit Haarreifen kombinierbar.

Headpiece

Ein ovales, rundes oder rechteckiges Stück Stoff, das auf dem Kopf getragen und mit Satinbändern unter dem Kinn zusammengebunden wird. Headpieces sind üppig mit Schleifen, Rüschen, Bändern, Blumen und ähnlichen Lolita-Elementen verziert.

I

Itarori

Ist das Outfit einer Lolita nicht „Co-ord“, sondern komplett in die Hose gegangen, spricht man von „Itarori“ (auch Ita Lolita oder Ita) – einem Look, der (wörtlich übersetzt) so schlecht aussieht, dass es weh tut.

J

Jabot

Ein Stofflätzchen. Meist ist es mit Spitzenbordüren verziert und wird mit einer Brosche am Kragen befestigt.

K

KERA

KERA ist ein japanisches Lolita-Magazin, das sich auf Punk Mode und Streetstyles spezialisiert hat. Die Gothic & Lolita Bible ist ein Ableger.

Krone (Crown)

Eines DER Lolita-Accessoires schlechthin.

M

Meet-Up

Als Meet-Up oder Tea Party bezeichnet man ein Treffen unter Lolitas. Man trifft sich in Parks zum Picknicken oder an fotogenen Plätzen für Fotoshootings. Meet-Ups unterliegen meist einem Dresscode.

O

Off-Brand

Das Gegenteil von Burando. Alle Kleidungsstücke in einem Lolita-Outfit, die zu keiner bekannten Marke gehören, sind Off-Brand.

OTT (Over the top)

Stylt und dekoriert sich eine Lolita besonders stark, bezeichnet man das als „over the top“ (= übertrieben). Besonders unter Sweet Lolitas verbreitet. Diese werden dann OTT Sweet Lolita genannt.

P

Petticoat

Ein Petticoat ist ein mehrlagiger Unterrock, der ein Kleid oder einen Rock aufbauscht. Je mehr Lagen, desto besser der Effekt. Petticoats waren während der 50er Jahre weltweit populär. Bei Lolitas gehören sie zur Pflicht-Ausstattung.

R

Ribbon

Ribbon bedeutet „Schleife“. In der Lolita-Mode wird eine Ribbon meist um den Hals gebunden oder als Haarschmuck verwendet.

Rocking Horse-Schuhe

Rocking Horse-Schuhe wurden von der Designerin Vivienne Westwood erfunden und sehen wie Pferdehufe aus: Die Sohlen sind aus Holz (oder in Holz-Optik). An der Ferse fehlt ein Teil, sodass man mit den Schuhen wippen kann.

 S

Salopette

Salopette ist der Lolita-Begriff für Latzhose.

Einen Rock im Latzhosen-Design nennt man Salopette skirt.

Straw & Silk Hat

Strohhut mit schmaler Krempe. Wird hauptsächlich von klassischen Lolitas zu offenen Haaren getragen.

T

Theme Café

Theme Cafés unterliegen immer einem Motto und richten Deko, Karte und Ambiente darauf aus. In Japan gibt es unzählige solcher Cafés. Beliebte Themen sind Maids, Tiere wie Hasen oder Eulen, Märchen und Alice im Wunderland oder Anime-Charaktere. Die bei uns immer bekannter werdenden Katzencafés gehören dazu.

Tiara

Die Tiara ist eine verzierte Halbkrone und ein wichtiges Accessoire unter Lolitas.

Top Hat

Anderes Wort für Zylinder. Gehört zur klassischen Ausrüstung von Aristocrat, Dandy und Kodona-Lolitas.

W

Wig

Wigs (= Perücken) sind mittlerweile aus der Lolita Szene nicht mehr wegzudenken und in allen Sub-Genres vertreten. Besonders auffällige Modelle werden von OTT Sweet Lolitas getragen.

Halsketten richtig tragen

Kennst du das? Manchmal entdeckst du eine Kette, die du einfach haben musst. „Mein Schatzzz!“ Du kaufst sie dir und legst sie direkt um… und dann sieht es blöd aus. Eine Kette soll deine Kleidung aufwerten und dafür sorgen, dass du dich gut fühlst. Doch die schönste Kette ist nicht halb so toll, wenn sie nicht richtig in Szene gesetzt wird.

Genau dafür gibt es eine easy Merkhilfe, die viele gar nicht kennen: Kombiniere deine Ketten passend zu deinen Ausschnitten! Für jeden Typ und jede Art von Ausschnitt gibt es die passende Kette. Versprochen.

Hier erfährst du, was wozu am besten aussieht:

 

So trägst du Halsketten richtig

V-Ausschnitt / V-Neck und v-förmige Ketten

Das ist einfach zu merken: Was V-förmig fällt – also nach unten spitz zulaufend – passt zu dieser Art von Ausschnitt am besten. Auch feingliedrige Ketten, die sich leicht in Form bringen lassen oder Anhänger in geometrischen Formen lassen dein Outfit glänzen.

Tipp: Besonders schick sind mehrere Ketten unterschiedlicher Länge übereinander!

Unsere Ketten aus dem Shop haben beispielsweise die Standartlängen von 45 und 60 cm. Zwei solche übereinander plus eine Kürzere – fertig ist der trendy Lagenlook!

Rundhalsausschnitt

Je nach Tiefe deines Rundhalsausschnittes hast du hier mehrere Möglichkeiten:

Das Skaterkleid für den Ausflug in die Stadt schmückst du mit einer langen Anhängerkette oder feinen, mehrreihigen Ketten, den eleganten Look unterstreichst du mit einer zarten, goldenen Kette. Statementketten sind hier eher fehl am Platz. Sie würden bei einer Abendrobe schlicht untergehen.

Dein casual Jeans und T-Shirt-Outfit wird cool, wenn du ein Samtband oder einen mehrreihigen Choker um den Hals trägst.

Tipp: Wenn du nicht auf deinen Statement-Look verzichten möchtest: Zu einfarbigen T-Shirts oder Strickpullovern mit Zopfmuster lassen sich Statementketten toll kombinieren! Hier strahlen sie im Gegensatz zu einem erlesenen Abendkleid auch wirklich, da ihnen nichts anderes die Schau stielt.

Die Regel: Sofern die Kette in oder auf die Form des Rundhalsausschnitts passt, ist sie okay!

U-Boot-Ausschnitt

Für den ovalen U-Book-Ausschnitt sind bewegliche Ketten ideal. Es darf auffallen (z.B. durch einen irisierenden Schmuckstein-Anhänger oder einen witzigen Schriftzug) und klimpern (Stichwort: mehrgliedrige Perlen- oder Muschelkette)!

Tipp: Ist dein Shirt besonders tief ausgeschnitten, greif ruhig zu langem Modeschmuck mit Anhänger. Ketten mit 45 oder 60 cm Länge sind dafür wie gemacht!

Herzausschnitt

Der Herzausschnitt findet sich vor allem bei Trachtenmode (Dirndl). Die feminine Optik hebst du mit klassischen Schmuckstücken hervor: Runde, nicht zu lange Ketten mit einem oder mehreren Anhängern oder traditionelle Kropfbänder und Choker.

Wasserfallausschnitt

Dieser auffällige Ausschnitt ist für sich schon der Hauptdarsteller deines Outfits. Es gilt, ihn bestmöglich zu unterstreichen und nicht, sie in den Schatten zu rücken. Einen Hauch von Glamour geben dir filigrane, einfarbige Ketten ohne großen Schnick-Schnack.

Bandeau-Ausschnitt

Kein Sommer ohne trägerlose Crop-Tops und Bandeau-Strandkleider! Solche Kleidungsstücke veredelst du mit einer flachen Rundkette oder einem unifarbenen Halsring. Sie akzentuieren nicht nur deine Schultern, sondern heben optisch auch deinen Hals.

Tipp: Lange (Fake-)Lederbänder locker um den Hals gebunden, ein paar Perlen aufgefädelt und fertig ist dein Boho-Style zum Bandeau-Ausschnitt!

Asymmetrischer Ausschnitt

Im Gegensatz zum Wasserfall verträgt ein asymmetrischer Ausschnitt ordentlich Glanz. Mehr ist mehr!

Die richtige Kette hebt dein Outfit hervor, ohne übertrieben zu wirken. Partner in Crime sind dabei Statementketten und glitzernde Colliers.

Tipp: Besonders gut funktionieren florale Formen. Du kannst du aber auch exotische Pflanzenmuster oder orientalische Silhouetten zu deinem Oberteil kombinieren.

Blusen- oder Hemdkragen

Statementketten! Und zwar in Kombination mit hochgeschlossenem Kragen!

Wer denkt, dass hochgeschlossen längst aus der Mode ist, hat diesen Look noch nicht an sich selbst ausprobiert.

Denn tatsächlich sieht eine auffällige Silber-Statementkette mit Schmucksteinen zu einer hochgeschlossenen, schwarzen Bluse phänomenal aus! Bieder und Modern ergibt zusammen cool – und lässt dich auch im Büro angemessen angezogen aussehen.

Tipp: Statementketten müssen gar nicht teuer sein! Es gibt es sie auch als nickelfreien Modeschmuck!

An schwarzen und weißen Blusen/Hemden kannst du wild mit Farben, Größen und Styles experimentieren – hier passt alles.

Auf bunte oder gemusterte Blusen solltest du dein Schmuckstück aber farblich abstimmen, damit es nicht untergeht. Hier findest du Tipps zur richtigen Farb-Kombination von Schmuck.

Tipp: Zugeknöpft ist nichts für dich? Dann lege dir eine zarte, längere Kette oder einen Choker (z.B. ein dünnes Lederbändchen zur Schleife gebunden) um den Hals. Diese Schlichtheit verleiht deinem Look einen Tick Edgyness.

Rollkragen / Turtleneck

Heute soll es mal kein Ausschnitt sein? Das heißt aber nicht, dass du deswegen auf Schmuck verzichten musst.

Mit dem Rollkragen hast du es nämlich besonders leicht: Hier kommfen Statementketten enorm gut zur Geltung, lange Ketten mit bunten Anhängern lockern deinen Look auf – und selbst kurze, feingliedrige Ketten werden auf einfarbigen Oberteilen zum Hingucker.

Oder probier doch mal eine Bodychain aus! Diese funktioniert auf einem schwarzen Turtleneck besonders gut und gibt einem eher strengen Outfit einen außergewöhnlichen Twist!

Tipp: Dein Rollkragenpullover sollte einfarbig sein. Zu viele Muster/Farben lassen selbst die coolste Kette untergehen.

Orientiere dich am besten an unserem Guide für nickelfreien Modeschmuck.

 

Du siehst, Wir hoffen, unsere Übersicht hat ein wenig Licht ins Dunkel deiner Schmuckschatulle gebracht! 🙂

Viel Spaß beim Ausprobieren und Nachstylen!

Convention Do’s & Don‘ts

Zeit für deine erste Convention! Was viele Neulinge nicht wissen: Es gibt einiges zu beachten! Lass uns mit einem sehr passenden Video zu diesem Thema beginnen, das gewissermassen als Inspiration für diesen Blogeintrag dient:

Wir haben alle Do’s und Don’ts in unserem Convention Knigge für dich zusammengefasst.

Wie läuft eine Convention ab?

Ähnlich wie bei einer Messe gibt es auch auf Cons verschiedene Abschnitte: Verkaufs- und Gourmetbereiche, Workshop-Räume, öffentliche Diskussions-Panels, Fotowände, Filmvorstellungen, Contests, Showvorführungen, usw. Alles zu schaffen, ist selbst an einem ganzen Wochenende oft nicht möglich. Vorab wird aber vom Veranstalter ein Programmplan herausgegeben. So kannst du dir überlegen, was du erleben möchtest.

Gehe nach Herzenslust einkaufen

Auf einer Con gibt es massenhaft Shoppingmöglichkeiten! Stöbere durch die Merch-Stände in den Verkaufsräumen und kaufe, was dir gefällt. Damit unterstützt du Künstler, Publisher & Co. und gönnst dir ein persönliches Con-Souvenir. So ein Bummel kann leicht in Stress ausarten. Es herrscht Gedränge und häufig dauert es, bis du näher ran kommst oder die Verkäufer Zeit haben. Lass dich davon nicht entmutigen und gehe im Zweifel zu einer anderen Zeit (z.B. Mittags oder am letzten Veranstaltungstag) nochmal hin.

Nimm an Panels teil

Publikumsdiskussionen, Fragerunden mit Stars, Zeichnern oder Branchen-FachleutenPanels können eine aufregende Sache sein und neue Leidenschaften in dir wecken! Schau dir als Inspiration doch mal das Programm deiner Lieblingscon an!

Plane genügend Budget ein

Hab ausreichend Bargeld dabei. Bist du schon mal ohne Geldbeutel an einer Supermarkt-Kasse gestanden? Ungefähr so geht es auch dem Con-Besucher, der die Figur seiner Träume in Händen hält – und sie nicht bezahlen kann. Eine unangenehme Situation für alle. Für den Notfall (= Kaufrausch, weil es so viel Dr. Who Merch gibt, ahhh!) nimm eine ec-Karte mit. Auf größeren Cons gibt es mit etwas Glück nämlich Geldautomaten. Nebenher bieten manche Händler vielleicht die Möglichkeit zur Kartenzahlung an. (Wie auch wir bald, wuhuu! :D)

Sei freundlich

Egal ob etablierte Con oder kleine Regionalveranstaltung: Es treffen eine Menge Menschen aufeinander, die eine fantastische Zeit erleben wollen. Deshalb sei nett zu den Leuten. Schubse und drängle nicht und lass dich nicht dazu hinreißen, Mitarbeiter oder andere Besucher blöd anzureden. Okay? Okay.

Cosplay & Cosplayfotografie: Do’s & Don’ts

Manche Cosplays sind so genial, dass man vor lauter Staunen nur noch zur Kamera greifen will… Völlig in Ordnung. Folgendes solltest du dabei beachten:

Cosplayfotografie auf Conventions: Do’s

  • Bestimmt posieren die Cosplayer gerne für dich. Aber sei im Vorfeld so fair und frage nett. Ein einfaches „Ihr seht umwerfend aus! Darf ich ein Foto von euch machen?“ oder „Würdet ihr mit mir für ein Foto posieren?“ ist höflich und freut die Cosplayer. Und wer weiß, was sich danach noch für Gespräche ergeben… 🙂
  • Die Gruppe hat zugesagt und du platzierst dich zwischen ihnen, während deine Freundin ein Bild von euch macht? Dann wirf dich in Pose! Es darf ruhig lustig wirken oder sexy – was eben passt.
  • Zu Posen traust du dich nicht? Ein Peace-Zeichen mit den Fingern, ein High Five oder ein Fist Bump gehen immer!
  • Wenn die Chemie passt, sind auch Umarmungen in Ordnung. Tatsächlich wirst du auf jeder Convention Menschen finden, die ein „Free Hugs“-Schild um den Hals tragen. Umarmung absolut erwünscht!
  • Du willst die Fotos ins Internet stellen? Dann frage die Cosplayer bitte, ob sie damit einverstanden sind. Nicht jeder will das, selbst Cosplayer nicht. Am besten schreibst du deine E-Mailadresse oder die URL deines Blogs auf, dann könnt ihr Bilder tauschen. Extra-Tipp: Wenn du Visitenkarten hast, verteil sie!

Cosplayfotografie auf Conventions: Dont’s

  • Selbst das freizügigste Cosplay lädt dich nicht dazu ein, auf ein Dekolleté oder den Schritt einer Cosplayerin/eines Cosplayers zu zoomen und schon gar nicht, sie/ihn ungefragt anzufassen oder übermütig anzuspringen!
  • „Als Cosplayer wollen die doch fotografiert werden!“ Nein! Du musst immer vorher fragen, ob ein Cosplayer sich von dir fotografieren lassen möchte! Stell dir die Situation mal andersherum vor: Jemand fotografiert dich einfach ungefragt und geht dann einfach weg. Nicht so toll, oder?
  • „Oh, die posieren gerade für den Fotograf, da mache ich doch auch schnell ein Bild…“ Nope. Warte, bis du an der Reihe bist! Indem du in ein Shooting hineinplatzt, machst du dich nicht beliebt – und selbst, wenn du nur „nebenbei“ ein paar Fotos schießt – das ist ein No-Go im Convention Knigge.
  • That being said: Bitte unterlassegeheime Aktionen“, wie jemanden abzulichten, wenn er/sie aus der Toilette kommt oder abgelenkt ist, weil er am Handy spielt, isst/trinkt oder mit Freunden quatscht. Warte ab, bis die Person wieder aufmerksam ist und frage dann lieb nach einem Bild.
  • Und: Man stellt sich nicht einfach zu anderen Leuten ins Bild. Tut. Man. Nicht.

Cosplay ist schon ziemlich cool, nicht wahr? Wie wäre es, wenn du es selbst probierst? Du kannst im Vorfeld online ein Kostüm bestellen oder es selbst nähen, wenn du das beherrscht. Online gibt es jede Menge Inspirationen und Anleitungen.

Good to know: Alles Andere

Soll ich mein Ticket schon vorab kaufen?

Ja! Wo es vor einigen Jahren noch kein Problem war, spontan an der Tageskasse ein Ticket zu bekommen, ist es heute ratsam, sich das Ticket vorab zu besorgen. Ja, es besteht die Gefahr, dass dir etwas dazwischen kommt. Aber lieber versuchst du, dein Ticket weiterzuverkaufen, anstatt am Eröffnungstag zur Con zu fahren – und nicht hineingelassen zu werden. Und die Vorfreude über die Eintrittskarte für eine Con, ist sowieso kaum zu toppen, nicht wahr? 🙂

Wie viele Stunden vor Einlassbeginn soll ich da sein?

Das hängt davon ab, wie groß und bekannt die Convention ist, auf die du gehen willst. Im Normalfall geht der Einlass recht flott. Ein Richtwert sind 30 Minuten vor offiziellem Einlassbeginn. Auf manchen Cons gibt es spezielle VIP-Tickets mit gesonderten Einlasszeiten. Lies dir im Vorfeld genau die Bestimmungen durch, damit du pünktlich da bist.

Hab Geduld und sei flexibel!

Selten läuft etwas so, wie es geplant war. Mal staut es sich an den Eingängen, mal findest du die richtige Halle nicht, mal verschiebt sich ein Programmpunkt und du wartest 2 Stunden statt 20 Minuten auf deinen Foto-Termin. Alles schon gehabt und ja, alles ziemlich nervig. Lass dir davon die Laune nicht verderben. Manchmal ergeben sich so neue Aktivitäten, wie z.B. ein Workshop, den du spontan noch zwischenschiebst. Oder du bleibst einfach für eine zweite Tasse Kaffee gemütlich sitzen.

Trinke genug!

So ein  Con-Tag ist anstrengend. Es ist voll, heiß und vermutlich bist du den ganzen Tag auf den Beinen. Vergiss deshalb nicht, genug zu trinken! Nimm eine Flasche Wasser mit (kannst du vor Ort mit Leitungswasser auffüllen) und packe für zwischendurch einen Snack ein (z.B. Müsliriegel), der dir wieder Energie gibt. Und auch wenn das Thema Hygiene unangenehm ist: Wenn du leicht ins Schwitzen kommst, nimm zur Sicherheit Deo und/oder Wechselsachen mit. Damit fühlst du dich besser und die anderen Besucher ebenfalls.

Achte auf deine Wertsachen

Im Gedränge ist es schnell passiert: Dir fällt das Handy aus der Tasche und bis du es merkst, ist es längst verschwunden.  Pass unbedingt auf deine Wertsachen auf! Lasse Rucksäcke und Taschen nicht offen und halte sie nah am Körper. Nicht überall gibt es Schließfächer (falls doch, meist nur eine begrenzte Anzahl). Überlege dir schon zuhause, was du wirklich, wirklich mitnehmen musst. Und zuletzt: Hab Spaß! Schieße Selfies, tanze mit deinen Freunden, probier dich durch alle Essensstände – und genieße den Tag!

Mit den Convention Do’s & Don’ts aus unserem Knigge bist du jetzt jedenfalls gewappnet für deinen ersten Con-Besuch! Auf welche Con willst du unbedingt einmal gehen? Vielleicht besuchst du uns dort ja? ^_^ Lass es uns wissen, wir sind gespannt!

Welcher Schmuck passt zu dir?

Würdest du gerne mehr Schmuck tragen, bist aber leicht überfordert mit der Auswahl? Echtmetall oder nickelfreier Modeschmuck? Welches Metall soll es überhaupt sein? Und was steht dir?

So findest du heraus, welcher Schmucktyp du bist.

Die grundlegenden Gegebenheiten

Der Blick in den Spiegel und in die eigene Schmuckkiste ist die beste Methode um herauszufinden, was zu dir passt:

– Wie siehst du aus? Bist du groß oder klein? Welche Haar- und Augenfarbe hast du; welchen Hauttyp? Welche Farben dominieren deinen Kleiderschrank?

Wer z.B. klein ist, greift eher zu einem filigranen, dezenten Schmuckstück als zur Statement-Kette – und umgekehrt.

– Was besitzt du bereits? Trägst du häufig schlichte Ringe? Oder ist deine Nerd-Ketten-Sammlung größer als gedacht?

Meist kaufen wir intuitiv die Stücke, die uns gefallen. Durchforste doch mal deine Schätze; vielleicht zeichnet sich ein Muster ab!

– Hast du Allergien auf gewisse Stoffe? Gerade auf Nickel reagieren viele mit Ausschlägen.

Inzwischen wird vermehrt nickelfreier Modeschmuck angeboten – achte beim Kauf deshalb auf den Zusatz „nickelfrei„.

Nickelfreien Modeschmuck bekommst du übrigens auch hier im Shop.

 

Die Farben

In der Farbenlehre wird nach kühlen und warmen Tönen unterschieden. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was wozu passt, haben wir die gängigsten Schmuckfarben aufgelistet:

Goldschmuck

Gold und seine Nuancen (z.B. Roségold) steht hellen Hauttypen mit dunkelblonden Haaren ebenso, wie Menschen mit dunklen Haaren und gebräunter oder dunkler Haut. Es passt außerdem wunderbar zu natürlichen Rothaarigen.

Silberschmuck

Silber, Platin oder Weißgold sind ideal für kühle Typen. Schneewittchen mit blasser Haut und dunklen Haaren oder Eisprinzessinnen mit platin- bis aschblondem Haar und blauen Augen sollten zu Silber greifen.

Kupfer

„Copper“ ist eine der Trendfarben – auch im Schmuckbereich. Kupferschmuck lässt grüne und blaue Augen strahlen und unterstreicht leicht gerötete Wangen und einen romantischen Kleidungsstil.

Schmucksteine

Bunte Schmuck- und Edelsteine oder Mineralien stimmst du am besten auf die Farbe/Optik deiner Kleidung ab. Und falls die Outfitfrage noch nicht geklärt ist, probiere doch mal einen Stein in der Farbe deiner Augen! Das geht immer. 🙂

 

Dein Kleidungsstil

Sag mir, wie du dich kleidest… und ich zeige dir den Schmuck dazu.

Denn es gibt zu jedem Kleidungsstil die richtigen Accessoires.

Du magst es romantisch? Dann kombiniere zum Blumenkleid Haarbänder, filigrane Armreifen und eine lange Kette mit Edelsteinanhänger.

Zu bestickten Shorts und Fransenkimono passen Perlen oder Fußkettchen im Boho-Style, Blumenschmuck oder außergewöhnliche Ornamente. Es darf ruhig auffällig und farbenfroh sein!

Fans sportlicher Kleidung liegen mit geometrische Formen (z.B. an Ohrringen oder als Kettenanhänger) richtig.

Wie sieht es mit Sport und Schmuck aus? Wenn du jetzt deine Sportlehrerin der 7. Klasse vor Augen hast, die vor jeder Stunde erneut ermahnt „Nehmt euren Schmuck ab!“ – sie hat recht. Es ist ungefährlicher, beim Training keinen Schmuck zu tragen.

Aber für einen entspannten Look tagsüber (z.B. Yogatop zu Leggins und Sneakern) brauchst du nicht darauf zu verzichten.

Trägst du am liebsten Basics? Auch ein schlichtes weißes T-Shirts zur Jeans wird besonders, wenn du es mit einer Kette oder einem Choker veredelst oder zwei, drei unterschiedliche Ringe kombinierst. Achte nur darauf, dich nicht zu überladen, weil das schlichte Outfit sonst deplatziert wirkt.

 

Liebst du Musik?

Dann hast du es leicht, denn jede Musikrichtung hat ihre typischen Accessoires.

Metaller lieben Silberschmuck mit schwarzen Elementen und Symbolen wie Totenköpfen  oder (Fake-)Leder und Nieten (z.b. Nietenarmbänder oder opulente Ringe).

Gothics tragen zusätzlich Rosen oder Kreuze auf und können Dezent mit Opulent kombinieren.

Bei HipHop Fans darf es ordentlich „bling-bling“ machen mit einer goldenen Statementkette oder einem Ring für jeden Finger.

Diese Tipps sind nur Wegweiser, um dich zu inspirieren und zu unterstützen.

Nur weil du normalerweise kein Gold trägst, muss das nicht heißen, dass dieser roségoldene Ring, der dir nicht mehr aus dem Kopf geht, nicht zu dir passt.

Es gibt so großartige Schmuckstücke, also trage, was dir gefällt und womit du dich gut fühlst!

Welcher Schmucktyp bist du?

Amigurumi: Ein allgemeiner Guide

Was genau ist eigentlich ein Amigurumi? Dies sind japanische Häkelpuppen, wovon es zwei verschiedene Untergruppen gibt; die körperlosen Amigurumis, die sich meist in Muffinförmchen aus Papier befinden und diejenigen unter ihnen, die sehr wohl einen Körper haben. Hier ist dann natürlich immer darauf zu achten, dass man mindestens zwei verschiedene Farben am Körper verwendet, aber alles nach der Reihe.

Schritt 1

Wir beginnen mit dem Kopf. Gleich vorweg gesagt: Bei JEDEM Teil, das an das Amigurumi dran kommt, beginnen wir mit einem gehäkelten Kreis. Wer so etwas noch nie gemacht hat, sollte sich diese Seite hier Mal eben durchlesen. Benutzt man zwei verschiedene Farben, bricht man – je nach Größe der Kugel – bei etwa einem Drittel ab und häkelt einfach mit der zweiten Farbe weiter.

Schritt 2

Um eine gleichmäßige Form beim Kopf zu erhalten, häkeln wir nicht in einem durch sondern häkeln zwei Teile, die wir dann um die Styroporkugel herum zusammennähen. Kommt nun kein Körper mehr dran, bringen wir den Kopf in eine Muffinform an oder machen sonst was damit und gehen sofort über zu Schritt 8. Kommt ein Körper unten dran, folgen wir den nächsten Schritten ohne Auslassungen.

Schritt 3

Wichtig ist es, die Arme immer kleiner zu machen, als die Beine werden sollten. Natürlich kommt das auch stark darauf an, was gehäkelt wird. Mensch oder Tier? Aber dennoch macht man im Normalfall die Arme um etwa einen Zentimeter kürzer, als die Beine. Ob sie den gleichen Durchmesser bekommen, ist euch überlassen.

Schritt 4

Für Arme und Beine werden immer längliche Säckchen gehäkelt, die man dann einfach in gleicher Höhe und Diagonale am Körper anbringt.

Schritt 5

Der Körper wird, wie jeder andere Teil des Amigurumis, in einem Kreis begonnen, wird aber mit dem nicht unterbrochenen im-Kreis-häkeln zu einem länglichen Sack, den man durch das Auslassen einer Schlaufe (oder teilweise jeder dritten Schlaufe) oder auch durch das gelegentliche hinzufügen einer Schlaufe erweitern oder zusammenziehen kann. Nähert man sich dem Hals, ist es natürlich empfehlenswert, den Kragen „zu zu ziehen“.

Schritt 6

Reis ist bei Wolle eher weniger als Füllmittel zu empfehlen – ich verwende stets Normal- oder Bastelwolle.

Schritt 7

Falls bei der Figur ein Schwänzchen benötigt wird (oder etwas anderes, wie zum Beispiel ein Schnabel), so bringt man ihn einfach wie Arme und Beine am Körper an.

Schritt 8

Für die Augen werden unterschiedliche Materialien verwendet – genauso wie für das Gesicht / den Mund. Hier könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen. Meistens verwendet man fertige Puppenaugen oder ganz herkömmliche Knöpfe. Entweder man verwendet 2 große (für die Iris) und 2 kleine (für die Pupillen) oder einfach 2 kleinere. Diese werden mit ganz normalem Nähgarn an der Wolle befestigt.

Schritt 9

Die Haare werden nun befestigt, genauso wie Kopfbedeckungen, Schleifchen oder Ohren – je nachdem, was ihr mit eurem Amigurumi geplant habt. Nachdem ihr dann auch diesen letzten Schliff (plus / minus Bekleidung…) hinter euch gebracht hat, ist euer Amigurumi fertig! Herzlichen Glückwunsch. :‘)

Viel Spaß beim Häkeln!!

Fruchtscheiben aus Fimo herstellen

Fruchtscheiben. Überall kann man sie sehen, es gibt sie in ganzen Rollen, von denen man mit einer scharfen Klinge feine Scheiben oder ganze Stücke herunterschneidet. Die einen verwenden sie für Nageldesign, die anderen für Schmuck und/oder Anhänger. Wir werden wirklich ziemlich oft gefragt, wie man die eigentlich macht und haben deshalb heute ein kleines Tutorial für dich.

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– Mehr solche Tipps erhältst du in unserem Guide zum sauberen Arbeiten mit Fimo! –

So machst du Orangenslices

Wenn man das Prinzip solcher Slices verstanden hat, sind alle anderen auch nicht mehr schwer.

Als erstes brauchst du die Farbe für das Fruchstück; in unserem Fall ein helles Orange für Orangenscheiben. Zuerst knetet und rollt man die orange Farbe, bis man sie gemütlich ausrollen kann. Dann schneiden man mehrere kleine Streifen ab, die eine Länge von zirka 5cm haben. Um die Orange realistisch zu halten, haben wir 10 kleine Rollen gemacht.

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Die werden im Anschluss mit einer weißen Schicht, die nicht ganz 3mm dick ist (oder dicker, wenn du willst) umhüllt und gleich darauf vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger so gedrückt, dass wir lauter Tropfenförmige Streben haben. Eine Strebe vom weißen Fimo rollen wir direkt zu einem kleinen Röllchen. Denn wenn die Tropfen aneinander gereiht sind, sodass sie einen Kreis ergeben, bleibt die Mitte leer.

Also kommt die weiße Rolle in die Mitte. Danach werden die ganzen Stangen vorsichtig aneinandergedrückt und am äußeren Ende vorsichtig verwischt, dass sie zusammenwachsen. Dann kommt eine ausgerollte Schicht von weißem Fimo drüber. Natürlich musst du sie nicht so fein säuberlich ausschneiden, aber es macht vieles einfacher.

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Der Realistik zu Liebe kommt dann noch ein solcher Streifen – aber zweimal so dick wie der weiße, der grade draufkam – er sollte in derselben Farbe sein, wie es die inneren Schichten sind. Außen kommt am Schluss dann noch ein dunkleres Orange drauf und dann wird alles nochmal vorsichtig festgedrückt.

Im Anschluss rollt man die Stücke dann vorsichtig. Je nachdem, wie groß die Scheiben im Durchmesser werden sollen, so lange rollt man. Je kleiner, desto höher natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass man sie mit einem Schnitt teilen muss, da sie sich sonst verformen.

Will man die Fruchtscheiben nachher noch auf Tortenstücke oder was anderes derartiges geben, wo sie nochmals mitgebacken werden, empfiehlt es sich, die Fruchtscheiben nur 10 Minuten lang bei 180°C im Backofen zu lassen.

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Hier ein kleines Beispiel, welches  das ausrollen ganz gut veranschaulicht.

Erdbeeren oder etwa Äpfel sind etwas tricky beim Rollen – hier darf man nicht zu schnell sein, da man sie sonst rund macht und Erdbeeren sollen ja z. B. eher dreieckig sein. ^_^

Sauber mit Fimo & Kunstharz arbeiten

So arbeites du richtig mit Gießharz

Vorbereitung:

Bevor du mit Gießharz arbeitest, solltest du alle Materialien auf einer abgedeckten Arbeitsfläche bereitstellen.

Du benötigst:

  • Gießharz
  • Härter
  • Kleine Behälter zum Anrühren (z.B. alte Einmachgläser)
  • Holzstäbchen oder Plastikteelöffel
  • Eine Fein- oder Briefwaage
  • Einweghandschuhe
  • Silikonformen
  • Deko – Material (Sticker, Glitzer, Steinchen, etc.)
  • Pinzette
  • Zahnstocher
  • Eventuell Farbpigmente oder Kreide

Der Gießvorgang

Jetzt kann es losgehen: Fülle die gewünschte Menge Gießharz in den Becher und wiege die Flüssigkeit sorgfältig ab. Anschließend gibst du den Härter hinzu. Achte dabei genau auf das Mischungsverhältnis! Das perfekte Gießharz erhältst du bei einem Mischungsverhältnis von zwei zu eins. Für drei Gramm Gießharz benötigst du also 1,5 Gramm Härter. Mit einem Holzstäbchen oder einem Plastikteelöffel vermischt du nun vorsichtig die Flüssigkeiten. Hierbei ist es wichtig, dass du nicht zu schnell rührst, da sonst Luftbläschen entstehen, die du später nur noch sehr schwer aus deiner Form heraus bekommst. Dein Gießharz ist fertig, wenn die Flüssigkeit im Becher transparent und klar aussieht.

Jetzt können die Silikonformen befüllt werden. Solange das Harz flüssig ist, kannst du mit einer Pinzette kleine Dekoartikel wie Sticker oder Steinchen hineinsetzen. Möchtest du, dass dein fertiges Schmuckstück im Licht schön funkelt? Dann streue einfach etwas Glitzerpulver über den bereits leicht angetrockneten Harz. Wenn du es gerne bunt magst, kannst du dein Gießharz sogar färben. Dazu brauchst du nur eine weitere Mischung aus Gießharz und Härter und fügst etwas Kreide oder Farbpigmente hinzu. Die farbige Flüssigkeit wird anschließend über die bereits fertige Form gegeben und muss noch einmal 24 Stunden trocknen.

 

Die Grundausstattung, um mit Fimo zu arbeiten

  • Fimo Ofenknete
  • Alle Grundfarben
  • Unterlage z. B. Fliese, Schneidebrett, Schneidematte oder Glasplatte
  • Modellierwerkzeug von Fimo
  • Küchenmesser ohne Rillen oder Kuttermesser
  • Acrylroller, Edding oder Glasflasche zum Ausrollen
  • Ausstechformen
  • Feuchttücher zum Säubern
  • Zahnbürste zum Strukturieren
  • Zahnstocher und Alufolie zum Einstechen oder zum Rollen
  • Pastellkreide
  • Pinsel
  • Acrylfarben aus dem Bastelladen, Eddingstife (mit Pigmenttusche)
  • Kettelstifte
  • Zange, Seitenschneider
  • Sekundenkleber, Schmuckkleber
  • Fimo Glanzlack
  • Backofen
  • Schale mit Backpapier

 

So bleibt Fimo fusselfrei

  • Wer schon einmal mit ofenhärtender Knete gearbeitet hat, weiß dass da schon öfters Reste übrigbleiben. Um diese weiterhin verwenden zu können, empfiehlt es sich diese vernünftig zu lagern.
  • Keinesfalls sollte man die Knete offen liegen lassen, da sich Fussel darauf bilden können.
  • Hat man mehrere Farben, diese am besten separiert in kleinen Tütchen aufbewahren und in eine verschließbare Dose oder Box packen um sie zu schützen.
    Statt den Tütchen bieten sich auch kleine Dosen oder Gläser mit Schraubdeckel an.
  • Damit es allerdings gar nicht erst zu fusseliger Ofenknete kommt, kann man ein paar einfache, aber hilfreiche Tricks anwenden.
  • Vor Beginn sollte die Arbeitsfläche oder Arbeitsunterlage gereinigt werden. Man kann auch direkt auf Backpapier arbeiten, das hat den Vorteil, dass die Arbeiten direkt mit dem Papier auf das Blech gelegt werden kann.
  • Auch die Hände mit Seife gründlich waschen und mit einem fusselfreiem Tuch abtrocknen. Beginnt man mit einer neuen Farbe, da am besten auch die Hände vorher reinigen (Feuchttücher eignen sich sehr gut dafür).
  • Das gleiche gilt für Arbeitsgeräte wie Roller, Messer, Förmchen usw. Diese nach jedem Arbeitsgang reinigen.

Der ultimative Nadelfilzguide

Mit Nadelfilz zu arbeiten ist nicht nur total lustig, sondern ermöglicht es dir, dich mit einer gewissen Portion Inspiration so richtig kawaii auszuleben. Auf dem YouTube Kanal von Maquaroon ist hier vor einiger Zeit ein sehr hilfreiches Video veröffentlicht worden mit 10 Dingen, die du über Neeldefelt wissen solltest. Das wollen wir dir natürlich nicht weiter vorenthalten, darum kommt es auch gleich als erstes dran:

Seitdem Babsi auf einer Convention im Jahr 2015 einen niedlichen Hamster aus Nadelfilz erhalten hat, ist das Thema für selfesteem unglaublich interessant. Nach wie vor stehen Planungen hierfür in den Startlöchern, um damit ein paar knuffelige Schlüsselanhänger zu erschaffen. Nur sind wir derzeit restlos mit der Entwicklung anderer Produkte beschäftigt, sodass dies bis auf Weiteres noch nicht verwirklicht wird. Ein spaßiges Hobby ist es trotz allem!

 

Was brauchst du, um nadelfilzen zu können?

  • Eine Box für alle deine Utensilien
  • Filzwerkzeug (Filznadeln & Co.)
  • Stichunterlage(n) aus Styropor oder Kunstschaum
  • Wollfilz
  • Sicherheitsaugen oder andere, kleine Plüschtieraugen
  • Sekundenkleber
  • weiteres Material, wie Schlüsselanhängerringe oder ähnliches

Der kleber ist dazu wichtig, um die Augen gut befestigen zu können. Natürlich erklärt es sich von selbst, dass er erst zum Schluss eingesetzt werden sollte, wenn das restliche Plüschtier schon fertig ist und nur noch die letzten Applikationen fehlen. Es ist nämlich sehr schwierig, Filz noch richtig formen – selbst durch Stechen – wenn bereits Kleber im Spiel ist und hier für Verhärtungen sort.

Wichtig ist natürlich, dass du immer gut auf deine Finger aufpasst. Bist du ungeübt in dieser Sache, darfst du niemals die Filznadel mit so hohem Schwung in die Filzwolle stechen, dass diese dabei in deiner Hand landen könnte! Lass es lieber ein bisschen langsamer angehen und gehe dabei auf Nummer sicher.

Ähnlich den Fingerhütchen, die es beim Nähen gibt, um dich hier vor Verletzungen zu schützen, gibt es ganze Fingerkuppen aus Leder. Solche kannst du dir für Daumen und Zeigefinger zulegen, denn mit diesen beiden wirst du deine geschaffenen Filzkunstwerke auch während dem ganzen Erstellungsprozess festhalten.

 

Und wie funktioniert das Nadelfilzen nun?

Zunächst brauchst du natürlich eine Vorlage. Diese kannst du entweder aus dem Internet haben, in deinem Kopf vor dem inneren Auge behalten oder auch durch etwas anderes inspirieren lassen. Farbverläufe werden durch den Einsatz verschiedener Filzfarben geschaffen. Füße oder Ohren, die ebenso aus Filz bestehen, kannst du ebenso durch das Stechen am Ende dann an deiner Figur befestigen.

Es gibt in japanischen Onlineshops auch direkte Bastelkits, bei denen du nicht nur die Basic-Werkzeuge, sondern auch gleich fertige Vorlagen und die dazu nötigen Filzwollstücke erhältst. So etwa, um eine Katze, einen Bären oder einen Hamster nachzubasteln. Mit solchen Kits kannst du natürlich die Grundlagen super lernen, aber das ist nicht zwanghaft notwendig. Kommst du an so etwas nicht oder nur sehr schwer ran, dann sieht dich doch einfach im lokalen Bastelladen um. Filzwolle führt nahezu jedes Geschäft dieser Art.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Filzen! ^_^

Die Magie asiatischer Scheduler

Warum ausgerechnet ein Scheduler aus Asien?

Dass man in asiatischen Ländern (vorwiegend Taiwan, Japan und Korea) deutlich niedlichere Charaktere vorfinden kann, ist längst kein Geheimnis mehr. Aber besonders die Koreaner machen es sich zum Ziel, mit niedlichem Stationery den teils oft tristen und harten (Schul-)alltag zu verschönern. Daher rührt auch der Diary Trend.

Viele verschiedene Zusatzmöglichkeiten, wie etwa Sticker oder besonders süße Post-Its machen die Tagebücher zu richtigen Erlebnissen; und ohne groß täglich Mühen aufzubringen, kann man jeden Tag seine Erlebnisse vermerken und sich dabei vom Buch verzaubern zu lassen.

Mitte 2011 hatte dieser Trend in Korea endgültig seinen Durchbruch und überschwemmte auch westliche Fans damit; nun bringe ich euch den Kult rund um das Diary etwas näher – denn Mal ehrlich: Wer hat nicht Lust, am Ende des Jahres auf ein paar richtig schöne, bunte Seiten zurückzublicken?

Ob die Scheduler nun steril oder einfach nur total niedlich aussehen – es gibt sie in jeder nur erdenklichen Variante!

Schlägt man das Buch auf, kann man in den meisten Schedulern links in einem kleinen Fach Erinnerungen, wie Fotos und gewisse Kleinigkeiten aufbewahren, ohne sie extra einkleben zu müssen. <3 !

Jeder Scheduler beinhaltet einen monatlichen Überblick, auf dem man das Wichtigste eines jeden Tages festhält; woran will ich mich auf jeden Fall erinnern bzw. was war das Haupterlebnis dieses Tages?

Weiter hinten geht es dann ein wenig in die Tiefe; man kann über sich selbst, also den Autor des Tagebuchs schreiben… Und dann noch Tag für Tag in die Tiefe gehen, wenn man so wünscht.

Modestile in Japan

Woran denkst du, wenn du „Harajuku“ hörst?

An bunte kleine Geschäfte zwischen gigantischen Shopping Malls, Eisdielen, hübsch angerichtete Desserts in hippen Cafés und viele, viele Menschen?

… Dann bist du schon ziemlich gut im Bilde. 🙂

Das besondere an Tokioter Stadtteilen wie Harajuku: Die Straßen sind voll von stylischen Mädchen und Frauen und man weiß eigentlich gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. #beentheredonethat

Ausgefallene bis verrückt-übertriebene Kleidung ist an der Tagesordnung… und ein absoluter Hingucker!

Ich lade dich heute ein, dir mit mir die verschiedensten japanischen Modestile anzuschauen.

Bewaffne dich mit einem Erdbeer-Crepé von Angel Crepé (… ich habe noch nie so einen guten Crepé gegessen!) und einem Sakura Latte (ja, auch den gibt es wirklich! Starbucks hat dieses Getränk immer während der Kirschblüten-Saison im Angebot) und genieße die Tour durch Japan, Tokyo und seine Mode:

 

Lolita

Wie genau der Lolita-Trend entstanden ist, lässt sich heute gar nicht mehr nachvollziehen. Besonders Visual Kei Gruppen prägten diesen Stil; allen voran der japanische Musiker Mana und seine Band Malice Mizer. Sie verbanden in ihrer Musik Rock mit barocken, klassischen Elementen, Opernklängen und Chansons – und zeigten dies auch in ihrer Kleidung.

Die meist männlichen Bandmitglieder kleideten sich mal androgyn, mal pompös und prinzessinenhaft – und benahmen sich auch so.

Der Lolita-Stil, der sich daraus entwickelte, wurde von anderen Gruppen und den Fans aufgegriffen und vor allem von Mädchen und jungen Frauen getragen.

Einige typische Lolita-Merkmale sind:
  • ausgestellte Röcke und Petticoats
  • hochgeschlossene Kleider / Blusen mit Schnürungen und Puffärmelchen
  • Riemchenschuhe mit Plateau-Absätzen
  • dramatisch drapierte Frisuren; verziert mit Schleifen, kleinen Hüten, Spangen, Tiaras, Headpieces oder Baskenmützen
  • Sonnenschirme
  • niedliche Handtaschen

Dazu ein dezent geschminktes Gesicht und blasse, makellose Haut.

Doch nicht nur das Aussehen ist wichtig; auch die Attitüde muss stimmen: Lolitas geben sich sehr kindlich und sittsam; achten auf ihre Manieren und sind eher zurückhaltend. Die puppenhafte Art spiegelt sich auch in ihrer Mimik und Gestik wider.

Erwähnt werden muss an dieser Stelle auch die kontroverse Seite des Lolita-Trends: Aufgrund der mädchenhaften, kindlichen Optik werden Lolitas leider ziemlich sexualisiert – nicht nur von Westlern sondern auch von japanischen Männern.

Dennoch ist der Stil unheimlich beliebt – auch bei uns, was sich an den immer häufiger stattfindenden Lolita-Meetups zeigt.

 

Untergruppen:

Es gibt unzählige Lolita-Untergruppen. Darauf gehen wir aber in einem eigenen Beitrag ein – das würde sonst einfach den Rahmen sprengen. Nicht, dass du hier noch drei Stunden weiterlesen musst (… dann lieber ab in den Shop und dort ein bisschen herumstöbern :D)

 

Gothic Lolita

Der Gothic Lolita Stil hat sich auch außerhalb Japans etabliert; allerdings wird der Begriff mit „Lolita“ gleichgesetzt. Dass es eigentlich nur eine von vielen Lolita-Stilrichtungen ist, ist den Wenigsten bekannt.

Mana ist maßgeblich für die Entwicklung dieses Stils verantwortlich. 1999 gründete er ein eigenes Modelabel namens Moi-même-Moitié. Dieses vertreibt seine Gothic Lolita Outfits sogar international. Privat trägt Mana meist Frauenkleidung, da sie in seinen Augen vielfältiger ist als Männermode. Er spielt mit Geschlechterrollen und so findet man im Sortiment seines Labels auch Mode für Frauen und Männer

Schwarz ist besonders beliebt, aber auch andere dunkle, gedeckte Farben wie Dunkelblau, Bordeaux oder Violett, passen wunderbar zu diesem Stil. Komplettiert wird der Gothic Lolita Look mit Rüschen und Spitze, außergewöhnlichen Haar-Accessoires und Schmuck mit Kreuzen, (dämonischen) Symbolen, Totenschädeln, Rosen und ähnlichen Gothic Motiven.

Auch die Frisuren sind Lolita-typisch aufwändig und mit Spangen oder kleinen Hüten verziert. Im Gegensatz zur Sweet Lolita beispielsweise wird vor allem um die Augen auch dunkleres und auffälligeres Make-Up verwendet.

 

Sweet Lolita

Mindestens so beliebt wie die Gothic Lolita ist auch ihr niedliches Gegenstück: Die Sweet Lolita.

Hier spielen helle Töne die Hauptrolle: Rosa und Pink in allen Schattierungen, Babyblau, Minzgrün, Lavendel-Lila oder auch Pudertöne.

Niedlichkeit ist das A und O dieses Stils. Je mehr Rüschen aufgetragen werden, desto besser. Auch Schleifen, Bänder oder Bordüren werden gerne genutzt. Man orientiert sich dabei an süßen Püppchen mit großen Augen und bauschigen Rüschenkleidern.

Frisurentechnisch lautet das Motto: Je höher, desto besser, weshalb Beehives sehr beliebt sind. Aber auch Hochsteckfrisuren mit großen Korkenzieher-Locken eignen sich hervorragend für den Sweet-Lolita-Look. Ein imposanter Haarreif, niedliche Armbänder am Handgelenk und ein Täschchen im Kawaii-Look runden den Sweet Lolita Look ab.

 

Guro Lolita

Magst du es süß, aber düster? Dann ist der Guro Stil vielleicht etwas für dich!

Hierbei wird die niedliche Puppen-Optik mit Horror- und Splatter-Elementen verbunden.

Mithilfe von Theater-Blut und in Farbe getränkten Stoffen wird der Horror-Effekt verstärkt, um so z.B. Blutspritzer auf die Kleider zu bringen.

Weitere typische Elemente sind: Augenklappen, Bandagen und Pflaster, aber auch Särge, Fledermäuse, Hörner, Spritzen und Schwestern-Häubchen.

Die Ursprungskleidung ist reines, unschuldiges weiß. So kommt der Horror-Kontrast noch besser zur Geltung.

Bei der Frisurengestaltung sind Guro Lolitas relativ frei – es darf ruhig zerzaust sein. Große Korkenzieher-Locken oder Beehives sind nicht nötig.

Guro Lolitas findet man im Tokyoter Alltag nicht so häufig. Sie sind eher bei speziellen Anlässen wie Photoshootings oder Conventions anzutreffen… oh, und natürlich zu Halloween 🙂

 

Hime Lolita

Hime“ bedeutet „Prinzessin“ und genau das ist das Herzstück dieser Lolita-Untergruppe. Barock, Rokoko, Marie-Antoinette und der Hof von Versailles dienen hier als Inspiration.

Erneut sind aufwändige Frisuren mit Locken, Turmfrisuren und vorrangig hellen Haaren das Hauptmerkmal.

Farblich sind die Himes dagegen relativ frei; dunkle Töne sind genauso beliebt wie zartes Rosa. Prinzessinnen lieben schöne Schmuckstücke. 😀

 

Classic Lolita

Immer noch süß, aber weniger kitschig als zum Beispiel die Sweet Lolita ist die Classic-Form dieses Modestils. Sie wird auch als Lolita für Erwachsene bezeichnet und gerne von 20 – 30-jährigen getragen.

Die Stoffmuster sind dezenter gehalten und auch die Farben eher gedeckt (Braun- oder Rottöne, aber auch Pastellfarben). Selbst die Accessoires sind weniger auffällig, dafür aber nicht weniger schön. Ein, zwei Highlights dürfen ruhig sein!

Wie alle Lolita-Arten ist auch die Kleidung der Classic-Version sehr hochgeschlossen, jedoch rein vom Schnitt her äußerst figurbetonter.

Es ist immer noch kein Office-Outift, aber dennoch alltagstauglicher als die übrigen Lolita-Stile.

 

Shiro Lolita

Der Name „Shiro“ leitet sich von dem japanischen Wort „shiroi“ = weiß, ab. Shiro Lolitas kleiden sich in den typischen Lolita-Elementen; die jedoch alle weiß sind.

Selbst die Accessoires sind in Weiß gehalten.

Dieser Stil ist dank seiner relativ einfachen Umsetzung äußerst beliebt in Japan, schließlich muss nicht erst groß mit Farben kombiniert werden.

 

Kuro Lolita

Das schwarz gekleidete Pendant zur Shiro Lolita („kuro“ bedeutet auf Japanisch schwarz).

 

Country Lolita

Diese Lolita trägt ihre optische Erscheinung schon im Namen: Blumen, Früchte und Beeren oder Pflanzen spielen hier motivmäßig die erste Geige. Die Optik soll an ein Picknick im Grünen erinnern, deshalb sind besonders Naturfarben (z.B. grün, beige, rot, braun) beliebt.

Um den ländlichen Look auch in Sachen Accessoires zu unterstreichen, ist ein Strohhut perfekt geeignet.

Country Lolitas tragen dazu gerne eine Tasche aus Stroh oder einen Picknickkorb. Immer beliebter werden aber auch Taschen in Obstform.

 

Maid Lolita

Vielleicht hast du schon einmal von japanischen Maid Cafès gehört? Die Bedienungen tragen Lolita ähnliche Outfits und kümmern sich um das Wohlergehen ihrer Gäste.

„Maid Lolita“ ist deshalb kein wirklicher Modestil, sondern schlichtweg die Arbeitskleidung der Mädchen.

Eine Hauptrolle spielen die Farben schwarz, weiß und babyblau, weil das die gängigen Farben für Hausmädchenkostüme sind.

Schleifen und Schnürungen – und typisch für den Lolita-Stil – Rüschen. Auf keinen Fall fehlen darf das wichtigste Maid-Accessoire: Die Schürze!

Viele Maids tragen auch ein Häubchen und manchmal wird statt des sonst so Lolita-typischen Sonnenschirms ein kleiner Staubwedel mitgenommen.

 

Kodona Lolita

Kodona Lolitas werden vorrangig von Jungs/jungen Männern dargestellt; sind aber auch bei Mädchen beliebt. Optisch wird sich dabei an Schuljungen aus der viktorianischen Zeit orientiert. Dabei sind die Farben frei wählbar; es gibt keine festen Vorgaben.

Erkennungszeichen des Kodona Stils sind z.B. Stiefel, knielange (Bund-)Hosen, zweireihige Mäntel mit großen Knöpfen sowie Zylinder, Gehstöcke, Uhren und viktorianisch/steampunk-angehauchte Accessoires (z.B. solche Ohrringe).

Neben diesen Lolita-Styles gibt es noch viele weitere:

  • Steampunk
  • Piraten
  • Matrosen
  • Punk

Alle greifen Elemente der jeweiligen Stilrichtung auf. Es gibt kaum eine Richtung, die es nicht gibt. 🙂

 

Gyaru

Das Wort leitet sich zunächst von dem englischen „gal“ – Mädchen – ab. Für mich wird Gyaru wohl auf ewig an den Manga „Peach Girl“ von Miwa Ueda erinnern. Die Protagonistin, Momo, war ein absoluter Fan dieses Looks: hellbraun oder weißblond gebleichte Haare, stark gebräunte Haut, auffällig geschminkte Augen, Layering, kurze Röcke und zu weite Kniestrümpfe („loose socks“ genannt).

Populär gemacht haben den Style tatsächlich aber japanische Popsängerinnen wie Namie Amuro und Ayumi Hamasaki.

Neben den bereits erwähnten optischen Merkmalen spielen Gyarus damit, dass an ihnen „nichts echt ist“ und tragen mit Absicht überlange, falsche Wimpern, Fake Nails mit Glitzersteinchen oder Perücken.

Obwohl – oder vielleicht gerade weil sich diese so sehr vom typischen japanischen Schönheitsideal abhebt, ist Gyaru extrem beliebt.

Der Gyaru-Stil wird vor allem von Westlern leider oft mit „leicht zu haben“ gleichgesetzt – was aber absoluter Blödsinn ist!

Im Gegensatz zu den angepassten, koketten Lolitas sind Gyarus lässiger – sie dürfen ruhig laut sein und Manieren sind alles andere als wichtig.

Übrigens tragen auch Männer Gyaru! Das nennt sich dann Gyaru-O und ist vom Stil her völlig gleich.

Solltest du einmal in Tokyo sein, musst du unbedingt in dem berühmten Kaufhaus „109“ (sprich „ichi-maru-kyū“) in Shibuya vorbeischauen, denn es ist ein wahres Eldorado für Gyaru (und auch Lolita)-Mode!

Auch Gyaru hat zahlreiche Untergruppen, diese sind aber nicht wie bei den Lolitas Themen-abhängig, sondern richten sich mehr nach aktuellen Trends. Dementsprechend halten sich manche Gyaru-Trends nur eine Saison oder ein paar Jahre, bevor sie verschwinden oder weiterentwickelt werden.

Eine besondere Stilrichtung davon möchte ich dir trotzdem vorstellen:

 

Hime-Gyaru

Die „Prinzessinnen“-Gyaru ist eine Mischung aus dem bereits erwähnten Hime-Lolita Stil und der Gyaru-Optik.

Besonders bei Mittzwanzigerinnen beliebt, ist die Kleidung niedlich gehalten und das Make Up dafür umso knalliger.

Die Haut wird dabei aber nicht gebräunt – blasser Porzellanteint ist angesagt! Im krassen Gegensatz dazu werden die Augen betont: Fake-Lashes, jede Menge Lidschatten und farbige Circle Lenses sorgen für große Augen.

Schleifen, Rüschen, Perlen oder Krönchen finden sich auch hier; dazu werden aufwändige Locken- und Turmfrisuren getragen.

Auffälligste Merkmale sind knallige Farben sowie der Mix aus Material (z.B. Spitze, Samt oder Fake Fur) und Mustern (Leo- oder Tigermuster, seltener Blumen). Rosa ist als Hime-Gyaru genauso tragbar wie dunkelrot oder florale Prints.

 

Visual Kei

Seinen Ursprung hat Visual Kei in der gleichnamigen Musikrichtung.

Die (meist männlichen) Bandmitglieder sind auffällig bis over the top gekleidet, spielen mit Geschlechterrollen und wirken dennoch undurchschaubar und geheimnisvoll.

Vorreiter ist wieder die schon angesprochene Band Malice Mizer um Schlagzeuger Mana.

Das Schöne: Hier gibt es keine Regeln; der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wie die Musikstile der Bands immer wieder variieren, ist auch der Kleidungsstil sehr wandelbar. Als der Visual Kei Stil sich entwickelte, war schwarz die Hauptfarbe, mittlerweile sind aber alle farblichen Regeln aufgehoben: Es dürfen Korsagen zu Lederpants getragen werden, goldene Tüllkleider oder schlicht alle möglichen Muster und Materialien miteinander gemixt werden. Ein bisschen Metal, etwas Goth, etwas Pop, Punk und Rokoko dazu, gibt die perfekte Mischung. 🙂

Die Träger orientieren sich meist am Style ihrer Lieblingsband – und dieser wechselt oft von Album zu Album.

Ein Bestandteil, der sich von Anfang an gehalten hat, sind schwarz umrandete Augen. Um die Cat-Eyes noch auffälliger zu machen, wird gerne zu bunten Circle Lenses und Regenbogen-Haarfarben gegriffen.

 

Untergruppe von Visual Kei: Oshare-Kei

Der schöne/süße Unterstil des Visual Kei teilt ein Merkmal mit dem großen Bruder: schwarzen Eyeliner!

Während das übrige Make-Up relativ schlicht gehalten wird, sind dunkel umrandete Augen der Eyecatcher.

Und auch bei der Wahl der Kleidung ist Oshare Kei völlig frei: T-Shirts, Crop-Tops, Röcke, Leggings, Hosen, weiße Kniestrümpe, bunte Söckchen oder Fishnets  – angezogen wird, was gefällt und das am besten lagenweise.

Gerne gesehen: Großflächige Prints und gemusterte Stoffe wie Streifen, Polka-Dots oder Leoparden-Muster.

 

Der Schlüssel zum perfekten Oshare Kei Look ist die ausbalancierte Mischung aus bunt und schwarz – sonst wird es schnell mit dem Decora Kei Stil verwechselt (siehe nächster Punkt).

 

Bei den Accessoires wird allerdings mehr auf „kawaii“ denn auf „hardcore“ gesetzt: Es darf bunt sein und auffällige Ketten, Plüschanhänger oder diverse Perlenarmbänder werden einfach übereinander getragen.

 

Decora Kei (auch „Decora“)

Der Begriff leitet von „decorate“ – dekorieren – ab. Kurz gesagt: Bei diesem Stil kommt es auf die Accessoires an!

Decora ist knallbunt, nicht nur an der Kleidung, sondern auch an den Haaren. Regenbogen, Bonbonfarben  – hauptsache, bunt.

Dazu behängen sich die Träger mit allerlei Deko: mehrere Ketten übereinander, bunte Haarbänder, Muster-Mix, Schlüsselanhänger, Sticker (auf der Kleidung und auf der Haut), usw.

Auch Kinderspielzeug wird gerne zur Decora umfunktioniert – Legosteinchen, Plastikschnuller und sogenannte „Character Goods“; mit Figuren aus japanischen Animes und Mangas sowie Hello Kitty, Mamegoma, Sentimental Circus & Co.

Der Stil nimmt sich selbst nicht allzu ernst und so gibt es keine Regeln, was Frisuren oder Kleidung betrifft. Hose und T-Shirt sind genauso okay wie ein mädchenhaftes Kleid.

Falls du ein wenig Inspiration brauchst – diese Produkte sind tolle Decora-Accessoires:

Decora hat verschiedene Untergruppierungen, die je einer Farbe zu geordnet sind: Black Decora, Pink Decora, Red Decora, usw.

Hier wird genauso gelayert und dekoriert, aber nur in diesem einen Farbschema.

 

Fairy Kei

… ist dem Decora-Trend relativ ähnlich. Jedoch werden weniger Accessoires verwendet und farblich herrschen Pastelltöne vor.

Passend zum Namen will ein softer, märchenhafter Look kreiiert werden. Fabelwesen wie Einhörner und pastelliger Schmuck sind beliebte Dekoobjekte.

Auch, wenn Frisuren und Make-Up hier nur zweitrangig sind, achten die Fairys mehr auf aufwändige Frisuren als Decoras.

 

Pastell Goth

Einer DER Trends in der japanischen Streetstyle-Szene ist „Pastell Goth“. Du kannst es dir vermutlich schon denken: Hier werden Elemente aus der Gothic Mode und Pastellfarben gemischt.

Key-Komponenten sind bunte, auftoupierte Haare mit auffälligen Accessoires (z.B. Schriftzüge an langgliedrigen Ketten oder übergroßen Ringen, Choker, Edelsteine, kleine Skelette, Särge – alles in Pastelltönen), Printshirts, bauschige Röcke, Stulpen, kniehohe Söckchen und Plateauschuhe wie Creepers oder Doc Martens.

 

Wafuku (auch bekannt als „Wamono“)

Wafuku steht für „japanische Kleidung“. Was bei uns gleichzusetzen mit traditioneller Kleidung wie Tracht ist, sind in Japan Kimonos. Wie auch das Dirndl hierzulande, feiert traditionelle Kleidung in Japan sein Revival bei jungen Japanerinnen.

So wird der Kimono der Mutter oder das Vintage Stück aus dem Second Hand Laden wieder neu aufgetragen – aber mit einem modernen Twist, z.B. durch Obis (= Kimonogürtel) mit grafischen Mustern zum Blumenmuster-Kimono oder moderne Accessoires wie Schnürboots statt der klassischen Geta-Sandalen oder witzige Täschchen im Kawaii-Look anstatt traditioneller Leinenbeutel.

So. Das waren nun ganz schön viele Informationen für einen Blogbeitrag.

Dabei haben wir das Thema japanischen Modestile nur angerissen.

Japans Mode ist so vielfältig und außergewöhnlich wie das Land selbst. Den besten Überblick verschaffst du dir immer noch vor Ort, wenn du durch größere Städte oder Tokyos Stadtteile Harajuku oder Shibuya streifst und die stylischen Japanerinnen und Japaner mit eigenen Augen siehst.

Gefallen dir diese außergewöhnlichen Modestile aus Japan?

Trägst du sie vielleicht sogar selbst oder ist das eher nichts für dich?