Anime Lexikon

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Was ist überhaupt ein Anime?

Der Begriff “Anime” leitet sich vom englischen Wort “animation” ab. In Japan sind Animes allgemeine Zeichentrickfilme. Bei uns in Europa hingegen gelten diese als speziell japanische Zeichentrickfilme… Animes sind auf keinen Fall nur etwas für kleine Kinder! Es gibt die verschiedensten Arten von Animes, die allesamt in die unterschiedlichsten Genres unterteilt werden.

Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts erstmals amerikanische Zeichentrickfilme in Japan gezeigt wurden, begannen die Japaner, solche Filme selbst zu produzieren. Zunächst waren diese Filme nur wenige Minuten lang und schwarz – weiß. Seit der Erfindung der Farb- und Tonfilme in den 30er Jahren wurden die neuen Techniken auch in Animes eingesetzt. Immer mehr Studios entstanden, die Animes produzierten. Dabei dienten vorwiegend die Mangas als Vorlagen für die Animes. Zu Beginn der 60er Jahren wurden die ersten Anime – Fernsehserien produziert. In den 70er Jahren erreichten diese TV – Serien Europa: “Kimba der weiße Löwe”, “Heidi” und “Die Biene Maja” liefen erfolgreich im europäischen Fernsehen und sind bis heute bei Kindern sehr beliebt.

Hast du auch schonmal einen Blick in unser Anime & Manga Verzeichnis geworfen? ^_^


-chan

Anhängsel, welches zur Verniedlichung dient. Wird nur für Mädchen verwendet. Beispiel: Sana-chan

-kun

Anhängsel, welches für Jungs und männliche Mädchen verwendet. Beispiel: Aoyama-kun, Yuki-kun

-san

Anhängsel, welches zur Verniedlichung für Jungs dient. Beispiel: Chiaki-san


Arina Tanemura

Arina wurde am 12. März 1978 in Ichinomiya (Japan) geboren. Bereits in der Grundschule war sie ein großer Fan des Magazins Ribon. In der Oberstufe nahm sie an einem Wettbewerb teil und belegte mit ihren Bildern mehrere vordere Plätze. Ihr Debüt als Manga – Zeichnerin folgte schon bald darauf mit der Kurzgeschichte Niban-me no Koi no Katachi. Diese wurde bereits 1996 im Ribon Original veröffentlicht. Ihren großen Durchbruch hatte Tanemura mit Kamikaze Kaitou Jeanne, der weltweit in drei Sprachen übersetzt wurde und kurz darauf in eine Animeserie umgesetzt wurde. Daraufhin wurden weitere Werke wie Full Moon wa Sagashite, I*O*N und Shinshi Doumei Cross übersetzt.


Bento / ôbento, ô-bento

Jeder unter uns, der vernarrt in Asien – oder im Speziellen in Japan – ist, der kennt hundertprozentig die leckeren & vor allem total niedlich aussehenden obentos! Falls nicht: macht nix – ist schnell erklärt! Ein o-bentô ist eine Speise zum Mitnehmen: kurz gesagt sowas wie eine Lunchbox. Nur hat sich das mit der Zeit so eingebürgert, ein wahres Kunstwerk aus seinem Essen zu machen.

  • Was aber benötigt man für eine solche Lunchbox? Bevor man erst einmal seiner Kreativität freien Lauf lässt, sollte man einzelne Dinge abgeklärt haben: Besitzt man die richtigen Materialien, die benötigten Essenszutaten und vor allem: hat man eine Lunchbox dafür?? So mancher möchte speziell für so süße Werke eine eigens dafür gekaufte – ebenso kitschig wie das Essen selbst – Box verwenden.
  • Was kann man unter Materialien verstehen? Angefangen bei Reis- und Eierformern sowie ganz gewöhnlichen Keksausstechern kann man sich theoretisch das Ganze zu einer eigenen Wissenschaft machen und alles mögliche – angefangen bei Fähnchen, endet bei Silikonformen – zu sammeln, nur um es irgendwann einmal bei dem ein oder anderen Bento verwenden zu können.
  • Wie kann ich mir tolle Materialien zulegen ohne viel Geld zu benötigen? Zahnstocher, Schere, Kleber, Stifte und Papier hat jeder zu Hause. Daraus kann man sich mit einer Portion Geduld eigene Fähnchen basteln. Um etwas zu formen kann man – wie oben schon kurz erwähnt – ganz gewöhnliche Keksausstecher verwenden. Aber Achtung! Solltest du damit Früchte ausstechen – sofort abwaschen, sonst rosten sie!
  • Was sind Essenszutaten, die ich so gut wie immer benötige? Meistens Reis oder Nudeln und natürlich Seetang. Gemüse, eventuell Fleisch – Alltägliches eben. Möchte man einen bunten Animecharakter (oder anderes) darstellen, kann man Lebensmittelfarbe verwenden…

Bishone

Japanisch für hübscher Junge.

Charakter

Bezeichnung für eine einzelne Person in einem Anime / Manga / AniGame.

Cosplayer

Person, die sich als Anime/Manga/AniGame – Figur verkleidet.


Doujinshi

Ein Fanmanga oder ein erfundener Manga, der nicht weiter veröffentlicht wurde (ausser Internet und Zeitschrift); Ein Dôjinshi oder Doujinshi gilt erst als Manga, wenn er von einem Verlag angenommen und gedruckt und verkauft wird.

Ecchi

Abgeleitet von der Aussprache des englischen Buchstabens H. Japanisch für unanständige Sexualität. Dabei sind nur leicht sexuelle Dinge gemeint, wie zum Beispiel Freigabe von Brüsten. Die Steigerung wäre Hentai.


Engel

Wie du sicher weißt, kommen Engelwesen öfter in Shoujo-Animes vor, als in Shonen-Animes.

Sämtliche Bezeichnungen für Engel (angelo, l’ange, angel, Engel, usw.) für diese himmlischen Wesen werden in den verschiedensten indo-europäischen Sprachen sind von dem griechischen Begriff “angelos” abgeleitet. “Angelos” bedeutet “Bote”.

In vielen Kulturen und Religionen ist man davon überzeugt, dass es eine Art Zwischeninstanz zwischen dem obersten Wesen (z.B. Gott) und seinen Dienern (den Menschen) gibt. Man stelle sich diese als körperlose, reine Gestalt vor, welche Aufträge Gottes ausführen und den Menschen seine Botschaften übermitteln – deshalb auch Boten. Und obwohl diese Boten in früheren Texten, in denen sie erwähnt werden, meist in menschlicher Gestalt auftauchten und sich äußerlich gar nicht besonders von normalen Menschen unterscheiden, neigte man im christlichen Kulturkreis schon ab dem frühen Mittelalter – also wenige Jahrhunderte nach Christi Geburt – dazu, ihnen in bildlichen Darstellungen ein ganz spezifisches Aussehen zu verleihen: jeder sollte auf den ersten Blick erkennen, dass es sich um ein überirdisches, Gott nahes Wesen handelte. So stellte man Engel als Menschen in langen, weißen Gewändern dar, die nicht nur wie Jesus oder Maria von einem strahlenden, göttlichen Leuchten umgeben waren, sondern auch auf dem Rücken zwei elegant geschwungene weiße Flügel hatten, die an einen Schwan erinnerten. Das vorherrschende Weiß symbolisiert dabei die Reinheit dieser absolut guten Geister; die Flügel und die Gewänder hingegen sind höchstwahrscheinlich von altgriechischen Darstellung, wie z.B. denen der Siegesgöttin Nike übernommen worden.


Fanart

Eine Fanzeichnung eines Animes (oder auch realen Films!).

Fanfiction

Story, geschrieben von einem Fan – muss nicht unbedingt von einem bereits existierenden Anime handeln – kann auch ein erfundener sein. (kurz: Fanfic)


Gekia

Begriff für Mangas mit dramatischer sowohl gewalttätiger Handlung.


Hayao Miyazaki

Regisseur der berühmten Anime Kinofilme von Ghibli. Dazu zählen unter anderem “Prinzessin Mononoke”, “Chihiro’s Reise ins Zauberland” und “Das wandelnde Schloss”.


Hentai

Ein Anime mit pornografischen Handlungen. Hentai ist ein japanisches Wort (sowie ein spezieller Begriff im Animebereich für Animes) in denen Sexszenen so klar gezeigt werden, dass man auch Geschlechtsteile sieht. Nackte Brüste hingegen gelten noch als Ecchi und nicht als Hentai.


Josei

Überbegriff für Animes, die ihre Zielgruppe auf junge Frauen richtet. Dieses Genre ist am seltensten anzutreffen unter Animes.


Kana / Kanji / Katakana

Unterschiedliche Japanische Alphabete, die aus über 5000 Schriftzeichen bestehen.


Lemon

Bezeichnung für Fanfictions mit pornografischen Handlungen. Also im Prinzip das von Fans geschaffene schriftliche Gegenstück zu einem Hentai.

Magical Girl Anime

Anime mit einem weiblichen Held, der die Welt retten muss – egal, um welche Gefahr es sich handelt. Beispiele: Sailor Moon, Wedding Peach, Card Captor Sakura

Maho Shoujo

Überbegriff für Animes, die über Mädchen mit magischen Fähigkeiten handeln.


Manga / Manhwa / Manhua

Ein Manga ist ein japanischer Comic. Manchmal ist er auf den ersten paar Seiten färbig – aber nur sehr selten. Ein Beispiel dafür wäre Wish. Aber sonst gibt es nicht sehr viele Mangas, die anfangs färbig sind. Sie sind vom Anfang bis zum Ende hin komplett schwarz-weiß.

Mangas waren früher, als die Animes noch neu waren, eine Art Drehbuch für die Animes. Heute gibt es immer mehr Animes, die sich vom gleichnamigen Manga stark unterscheiden – zwar nicht von der eigentlichen Handlung – aber vom direkten Inhalt. Das wären zum Beispiel Ojamajo DoReMi, Kamikaze Kaitou Jeanne oder Oh! My Goddess auch teilweise. Oft passiert es, dass mitten im Manga ein komplett anderer Zeichenstil kommt – wie z.B. bei Oh! My Goddess (welcher aber keineswegs schlechter wurde!!). Es gibt verschiedenste Verlage, bei denen Mangas gedruckt und dann in den Handel gebracht wären.

  • Manhwa sind die koreanische Variante von Mangas.
  • Manhua sind die chinesische Variante von Mangas.

Mangaka

Zeichner eines Mangas. Oft, aber automatisch auch nicht immer der Erfinder der Geschichte.

Mecha

Eine überdimensionale Maschine. Kann im Prinzip als Genre von Animes angesehen werden, auch wenn das nur ferner korrekt ist.

Moe

Überbegriff mit Anime der sehr lebhafte Figuren als Charaktere zeigt.


Naoko Takeuchi

Naoko Takeuchi wurde am 15. März 1967 (Sternzeichen Fisch, Blutgruppe A) als Tochter von Ikuko und Kenji Takeuchi (kommen euch die Namen bekannt vor?!) in Kofu (Präfektur Yamanashi) geboren. Heute lebt sie in Azabu Juban (wo auch Bunny und Mamoru wohnen) und ist dank ihrer Serie ‚Bishojou Senshi Sailor Moon‘ stinkreich geworden. Sie studierte Pharmazie an der Kyoritsu-Yakka-Universität, und zeichnete nebenbei Mangas, die auch in verschieden Zeitschriften veröffentlicht wurden.

Noch während ihres Studiums bekam sie 1986 den ‚Nakayoshi New Mangaka Award‘ für ihre Serie ‚Love Call‘. Als ihr Studium beendet war, bekam sie eine Stelle im Keio-Hospital, zeichnete aber weiterhin ihre Mangas. Schließlich gelang es ihr, ihr Hobby zum Beruf zu machen, und ihre erste größere Serie entstand: ‚The Cherry Project‘ (auch auf Deutsch erschienen). Danach dann ‚Codename wa Sailor V‘ an dem Toei großes Interesse für eine Anime-Verfilmung zeigte. Allerdings entschied sie sich dafür, die Serie nicht zu verfilmen, sondern eine ähnlich, aber komplexere Story zu entwickeln und so entstand dann schließlich ‚Bishojou Senshi Sailor Moon‘, ihre Erfolgsserie, die von Februar 1992 bis März 1997 in ‚Nakayoshi‘ erschien.


Otaku

Ein total besessener Fan(atiker) von etwas. In Japan nicht gerade ein Kompliment, wird aber im Westen oft im Zusammenhang mit Animes und Mangas benützt. Hier nimmt man es nicht ganz so ernst und weicht meist von der ursprünglichen Bedeutung ab, um auszudrücken, dass man ein großer Fan von Animes, Mangas und Japan ist.

OVA

Bedeutet Original Video Animation. OVAs sind Animes, die nicht im Fernsehen oder Kino gezeigt werden, sondern lediglich im VHS und DVD Format verkauft werden.


Seiyuu

Japanischer Begriff für Synchronsprecher.

Sensai

Anrede für Lehrer und ältere Menschen; hat mit Respekt zu tun.

Senshi

Krieger/in (egal in welchem Sinn). Beispiel: Sailor Moon gilt als ein Senshi.


Shoujo Ai

Bei uns im Westen benützt man diesen Begriff für Animes / Mangas / Fanarts mit einer homosexuellen Handlung zwischen zwei Frauen. Manchmal ist Hentai inbegriffen.

Shonen Ai

Bei uns im Westen wird der Begriff für Animes / Mangas / Fanarts mit einer homosexuellen Handlung zwischen zwei Männern verwendet. Hentai ist manchmal dabei inbegriffen. Ein Beispiel wäre Gravitation.


Splatter

Dieser Begriff wird nicht nur im Animebereich verwendet, bedeutet aber überall das Gleiche. Das sind Animes, die sehr viel Gewalt beinhalten und bei denen man viel Blut und sogar Gedärme, Gehirne, Augen und andere Körperteile nicht gerade selten durch die Luft fliegen bzw. gezeigt werden. Beispiel im Anime/Manga Bereich: 3×3 Eyes || Beispiel im Movie Bereich: Hostel


Sub(s)

Englisch für Untertitel.

Yaoi

Oberbegriff für Shonen-Ai; Wird für Animes in Form von Sex unter Jungs verwendet. (Man kann das trotzdem als Shonen-Ai bezeichnen).

Yôma

Begriff für Dämonen und böse Geister


Yuri

Oberbegriff für Shoujo-Ai; Wird für Animes in Form von Sex unter Mädchen verwendet. (Man kann das trotzdem als Shoujo-Ai bezeichnen.)

Yuu Watase

Yuu Watase wurde am 5. März 1970 in Osaka (Japan) geboren. Ihr Debüt als Mangaka machte sie 1989 mit Pajama de Ojama. Der große Durchbruch gelang 1992 mit Fushigi Yuugi. Dieser Manga war 1996 mit 18 Bänden abgeschlossen. Der nächste Erfolg war 1996 Ayashi no Ceres – beide Mangas wurden zu Animes verfilmt. Seit 2003 hat sie die Arbeit an Fushigi Yuugi wieder auf genommen und zeichnet an einer Fortsetzung. 1998 erhielt sie den 43. Shogakukan Award in der Kategorie Shoujo für den Manga Ayashi no Ceres,

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