Amigurumi: Ein allgemeiner Guide

Amigurumi: Ein allgemeiner Guide

Beim Amigurumi häkeln stellt sich doch eigentlich zunächst die Frage, was genau man dabei überhaupt macht. Es sind japanische Häkelpüppchen, die vor einigen Jahren ihren Weg zu uns in den Westen und damit nach Europa, Amerika und eigentlich überall hin gefunden haben. Man macht ganz kleine, verwendet Styroporkugeln für den Kopf oder füllt sie auch einfach nur mit Watte. Ganz kleine Tierchen sind perfekt geeignet, um Wollreste zu verarbeiten und ein besonderes Geschenk geben sie sowieso ab. In diesem Blogeintrag zeige ich euch nunmal die wichtigsten Tipps zum Häkeln eines Amigurumis. Außerdem gibt es eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit euch das problemlos gelingt. Viel Spaß!

Getting Started – was ihr alles braucht, um euer eigenes Amigurumi zu häkeln

Zum Start braucht ihr erst einmla eine Häkelnadel, Watte und Wolle. Bei größeren Figuren kommt auch noch eine Styroporkugel dazu. Danach kommt es ganz drauf an, was ihr mit dem Amigurumi vorhabt. Braucht ihr künstliche Haare? Sicherheitsaugen? Ein paar Bänder zum Verzieren?

Manche Amigurumis werden mit zusätzlichen Materialien verfeinert. Einem Häschen werden dabei zum Beispiel Stoffe in die Ohren genäht, ein süßer Bär bekommt eine Krawatte aus Filz verpasst.

Die wichtigsten Tipps für eure ersten japanischen Häkelpüppchen

  • Fangt klein an. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und wenn ihr erst einmal übt, wie man im Kreis häkelt, oder einzelne Teile noch während dem Anfertigen eines anderen anbringt, werdet ihr unschlagbar!
  • Perfektioniert zunächst immer eine Häkeltechnik, bevor ihr mit der nächsten beginnt. Nicht zu viel auf einmal anpacken!
  • Übt auch verschiedene Nähstiche, denn damit könnt ihr für mehr Details sorgen.
  • Beim Füllen der Amigurumis müsst ihr darauf achten, dass ihr sie nicht zu fest, aber auch nicht zu locker macht.
  • Verwendet im besten Fall Wolle, die man waschen kann!
  • Ganz aufwändige Figuren werden am besten im Vorhinein aufgezeichnet, damit ihr auch wisst, wo am Ende welches Stückchen hinkommen muss.

Amigurumi häkeln – eine Schritt-für-Schritt Anleitung

  1. Wir beginnen mit dem Kopf. Gleich vorweg gesagt: Bei JEDEM Teil, das an das Amigurumi dran kommt, beginnen wir mit einem gehäkelten Kreis. Wer so etwas noch nie gemacht hat, sollte sich diese Seite hier Mal eben durchlesen. Benutzt man zwei verschiedene Farben, bricht man – je nach Größe der Kugel – bei etwa einem Drittel ab und häkelt einfach mit der zweiten Farbe weiter.
  2. Um eine gleichmäßige Form beim Kopf zu erhalten, häkeln wir nicht in einem durch sondern häkeln zwei Teile, die wir dann um die Styroporkugel herum zusammennähen. Kommt nun kein Körper mehr dran, bringen wir den Kopf in eine Muffinform an oder machen sonst was damit und gehen sofort über zu Schritt 8. Kommt ein Körper unten dran, folgen wir den nächsten Schritten ohne Auslassungen.
  3. Wichtig ist es, die Arme immer kleiner zu machen, als die Beine werden sollten. Natürlich kommt das auch stark darauf an, was gehäkelt wird. Mensch oder Tier? Aber dennoch macht man im Normalfall die Arme um etwa einen Zentimeter kürzer, als die Beine. Ob sie den gleichen Durchmesser bekommen, ist euch überlassen.
  4. Für Arme und Beine werden immer längliche Säckchen gehäkelt, die man dann einfach in gleicher Höhe und Diagonale am Körper anbringt.
  5. Der Körper wird, wie jeder andere Teil des Amigurumis, in einem Kreis begonnen, wird aber mit dem nicht unterbrochenen im-Kreis-häkeln zu einem länglichen Sack, den man durch das Auslassen einer Schlaufe (oder teilweise jeder dritten Schlaufe) oder auch durch das gelegentliche hinzufügen einer Schlaufe erweitern oder zusammenziehen kann. Nähert man sich dem Hals, ist es natürlich empfehlenswert, den Kragen “zu zu ziehen”.
  6. Reis ist bei Wolle eher weniger als Füllmittel zu empfehlen – ich verwende stets Normal- oder Bastelwolle.
  7. Falls bei der Figur ein Schwänzchen benötigt wird (oder etwas anderes, wie zum Beispiel ein Schnabel), so bringt man ihn einfach wie Arme und Beine am Körper an.
  8. Für die Augen werden unterschiedliche Materialien verwendet – genauso wie für das Gesicht / den Mund. Hier könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen. Meistens verwendet man fertige Puppenaugen oder ganz herkömmliche Knöpfe. Entweder man verwendet 2 große (für die Iris) und 2 kleine (für die Pupillen) oder einfach 2 kleinere. Diese werden mit ganz normalem Nähgarn an der Wolle befestigt.
  9. Die Haare werden nun befestigt, genauso wie Kopfbedeckungen, Schleifchen oder Ohren – je nachdem, was ihr mit eurem Amigurumi geplant habt. Nachdem ihr dann auch diesen letzten Schliff (plus / minus Bekleidung…) hinter euch gebracht hat, ist euer Amigurumi fertig! Herzlichen Glückwunsch. :’)
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