Abfärbender Schmuck und was du dagegen tun kannst

Abfärbender Schmuck ist immer ärgerlich, ganz egal, ob es sich hierbei um Ohrschmuck, Ringe, Halsketten oder Armbänder handelt. Und Menschen lieben Schmuck. Er sieht toll aus und unterstützt den Menschen beim Tragen anderer Accessoires und Mode. Doch die richtige Behandlung von Schmuck jeder Preisklasse ist manchmal nicht ganz so einfach. Es kann leicht passieren, dass du dich ärgern musst, weil abfärbender Schmuck selbsterklärend nicht mehr wirklich gut aussieht, nachdem du ihn ein paar mal getragen hast.

 

Aber was zählt überhaupt als abfärbender Schmuck?

Mit dem Abfärben von Schmuck bezeichnet man allgemein den Vorgang, wenn sich die Farbe vom Schmuck löst und sich möglicherweise auf der Haut absetzt. Aus dermatologischer Sicht stellt dieses Abfärben kein Problem für die Haut dar, da die Farbe einfach wieder abgewaschen kann. Sollte dies also ein Mal passieren, dann einfach die Hand mit etwas Wasser und Seife abwaschen, bis die Farbe entfernt ist. Oft passiert es aber leider, dass der Schmuck anläuft. Die Farbe ändert sich dann und das Accessoire sieht nicht mehr so toll aus, wie vorher. Das Ergebnis: Abfärbender Schmuck. Wie ärgerlich!

Modeschmuck wird nicht immer qualitativ hochwertig hergestellt – und hierbei meinen wir natürlich nicht unbedingt die Anhänger oder dergleichen, sondern vielmehr die Metallbasen und -bestandteile, auf die auch selfesteem immer wieder zurückgreift. Wer Schmuck im Preissegment unter 50€ kauft, muss immer damit rechnen, dass es sich hierbei nicht um echtes oder Sterling Silver handelt, sondern lediglich eine Zinklegierung zum Einsatz kommt. Sozusagen eine Grundvoraussetzung, damit abfärbender Schmuck überhaupt erst die lästigen grünen Rückstände auf deiner Haut hinterlässt. Denn eine Zinklegierung bedeutet nicht automatisch, dass hier Zink zum Einsatz kommt. Genau genommen ist es eine Mischung aus verschiedenen Metallen, die oftmals vom Hersteller gar nicht näher definiert werden.

Die verwendete Farbe hält daher nicht so gut am Schmuckstück und verliert ihre Haftung. Vor allem bei Kontakt mit Wasser und Feuchtigkeit setzen sich die Farbteilchen auf die Haut ab und abfärbender Schmuck verliert an Glanz. Wasser und Schweiß verstärken die Reaktion der sogenannten Oxidation. Darunter versteht man die Reaktion mit Sauerstoff (also mit Luft oder dem Sauerstoff, der in Wasser enthalten ist). Die Oxidation zerstört in der Regel die Farbschicht. Da sich Modeschmuck aus einem Gemisch aus Messing und anderen Stoffen zusammensetzt, findet dieser Prozess recht schnell statt. So kann es vorkommen, dass Schmuck nach dem Waschen der Hände oder der Haare verfärbt ist.

 

Was kannst du also dagegen tun?

Um das Abfärben oder Anlaufen zu verhindern, sollte Schmuck nie in Kontakt mit Wasser geraten. Obwohl es etwas mühsam klingt, sollte Schmuck immer vor dem Waschen der Hände oder der Haare abgenommen werden. Wer ins Schwimmbad geht, sollte seinen Schmuck am besten zu Hause lassen. Auch Schweiß verstärkt die Oxidation, daher sollte Schmuck nicht getragen werden, wenn man Sport macht.

Bei der Lagerung ist darauf zu achten, dass der Platz eine niedrige Luftfeuchtigkeit hat. Dazu eignet sich idealerweise eine kleine Schachtel. Sollte sich der Schmuck einmal verfärben, so können kleine Flecken mit Putztüchern entfernt werden. Große Stellen können mit einer Lösung aus Backpulver und Wasser wieder geglättet werden. Bei Ringen und Ohrringe ist Klarlack sehr hilfreich, da er die verfärbten Stellen gut bedeckt. Echter Schmuck aus Gold und Silber verfärbt sich nicht. Diese Materialien sind sehr beständig, Gold oxidiert nicht. Wer sich also diese Mühe sparen möchte, sollte zu echtem Schmuck greifen.

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