Monat: Mai 2017

Wenn der Ohrschmuck unverträglich ist

Ohrringe gehören zu den beliebtesten Accessoires der meisten Frauen und einiger Männer. Da die Clip-Variante häufig schlecht sitzt, leicht abfällt und auch die Auswahl eingeschränkt ist, entscheiden sich die meisten Liebhaberinnen des Ohrschmucks früher oder später für Ohrlöcher. Das bleibt allerdings leider nicht immer ohne Probleme. Ohrlöcher können vor allem direkt nach dem Stechen oder Schießen zahlreiche Probleme bereiten.

Probleme mit den Ohrlöchern – woran liegt es?

Wenn der Ohrschmuck nicht verträglich ist, lassen sich die Gründe hierfür in zwei Kategorien einteilen. Bei der ersten geht es darum, dass die Wunde beziehungsweise das Loch Probleme bereitet. Bei der zweiten spielt ein unverträgliches Material eine Rolle.

Ohrlöcher – eine erwünschte Verletzung

Auch, wenn Ohrlöcher gewollt sind und aus kosmetische Gründen gemacht werden – es handelt sich hierbei um eine Verletzung, wie jede andere auch. Wenn sich die Ohrlöcher entzünden, kann es sein, dass die Hygiene nicht ausreichend war. Das kann schon beim Stechen der Fall gewesen sein. Manchmal gelangen die Keime auch erst später in die Wunde, was vor allem dann passiert, wenn diese nicht gut genug geschont und gepflegt wurde. Auch, wenn am Knorpel gestochen wurde, kann sich eine heftige Entzündung entwickeln, deren Abheilung viel Zeit benötigt.

Problematischer Ohrschmuck

Entzündungen und Schmerzen können auch dann auftreten, wenn die Ohrringe nicht passend ausgesucht wurden. Zum Beispiel können Ohrringe zu schwer sein oder leicht an der Kleidung hängen bleiben, wodurch das Ohrloch gereizt wird oder sogar einreißt. Einige Stecker haben auch einen problematischen Draht, der von innen in das Ohrläppchen schneidet. Manchmal ist auch eine Allergie die Ursache, wenn Ohrschmuck nicht verträglich ist.

Abhilfe gegen entzündete Ohrlöcher

Niemand muss sich mit Schmerzen und Entzündungen an den Ohrlöchern abfinden. Denn es gibt viele Mittel und Methoden, wie eine wirksame Vorbeugung funktionieren kann.

Bereits beim Stechen aufpassen

Wenn Sie Ihre Ohrlöcher (oder die Ihres Kindes) erst planen, dann sollten Sie den Ort sorgfältig aussuchen, an dem Sie die Ohrlöcher stechen lassen möchten. Vermeiden Sie möglichst das bei Juwelieren häufig betriebene Schießen mit einer Ohrlochpistole, da dieses das Gewebe unsauber durchtrennt und den Heilungsprozess verlangsamen kann. Außerdem kann die Pistole nicht desinfiziert werden, weshalb Keime es besonders leicht haben. Besser ist es, wenn beim Arzt oder im Piercing-Studio eine sterile Nadel verwendet wird.

Wichtig ist es außerdem, direkt nach dem Stechen nur medizinische Ohrstecker zu tragen. Diese müssen steril verpackt gewesen sein. Im Idealfall bestehen sie aus dem nickelfreien Material Titan. Falls Ihr Kind Ohrschmuck bekommen soll, dann warten Sie am besten bis zur Pubertät. Das gilt auch deshalb, weil sich die Löcher durch das Körperwachstum eventuell beim Erwachsenen nicht mehr an der richtigen Stelle befinden.

Hausmittel gegen Entzündungen

Bei leichteren Entzündungen können unter Umständen Hausmittel nützlich sein. Ein beliebtes ist Kamillentee, der stark gekocht und regelmäßig mit einem Wattebausch auf die Ohrlöcher aufgetragen wird. Eine Alternative hierzu ist eine Kamillen-Tinktur aus der Apotheke. Auch Alkohol kann als desinfizierendes Mittel zum Abtupfen nützlich sein. Andere Betroffene schwören auf Kochsalzlösung.

Weitere Maßnahmen

Bei wiederholten Entzündungen kann es sich lohnen, den Ohrschmuck zu wechseln. Dieser sollte grundsätzlich nicht zu schwer und mit einem ausreichend bereiten Stecker versehen sein. Da auch eine Nickelallergie die Ursache sein kann, kann sich ein Allergietest beim Arzt lohnen. Dieser kann auch ein desinfizierendes Spray oder eine Creme verschreiben, um die Entzündung zu behandeln.

Abfärbender Schmuck und was du dagegen tun kannst

Abfärbender Schmuck ist immer ärgerlich, ganz egal, ob es sich hierbei um Ohrschmuck, Ringe, Halsketten oder Armbänder handelt. Und Menschen lieben Schmuck. Er sieht toll aus und unterstützt den Menschen beim Tragen anderer Accessoires und Mode. Doch die richtige Behandlung von Schmuck jeder Preisklasse ist manchmal nicht ganz so einfach. Es kann leicht passieren, dass du dich ärgern musst, weil abfärbender Schmuck selbsterklärend nicht mehr wirklich gut aussieht, nachdem du ihn ein paar mal getragen hast.

 

Aber was zählt überhaupt als abfärbender Schmuck?

Mit dem Abfärben von Schmuck bezeichnet man allgemein den Vorgang, wenn sich die Farbe vom Schmuck löst und sich möglicherweise auf der Haut absetzt. Aus dermatologischer Sicht stellt dieses Abfärben kein Problem für die Haut dar, da die Farbe einfach wieder abgewaschen kann. Sollte dies also ein Mal passieren, dann einfach die Hand mit etwas Wasser und Seife abwaschen, bis die Farbe entfernt ist. Oft passiert es aber leider, dass der Schmuck anläuft. Die Farbe ändert sich dann und das Accessoire sieht nicht mehr so toll aus, wie vorher. Das Ergebnis: Abfärbender Schmuck. Wie ärgerlich!

Modeschmuck wird nicht immer qualitativ hochwertig hergestellt – und hierbei meinen wir natürlich nicht unbedingt die Anhänger oder dergleichen, sondern vielmehr die Metallbasen und -bestandteile, auf die auch selfesteem immer wieder zurückgreift. Wer Schmuck im Preissegment unter 50€ kauft, muss immer damit rechnen, dass es sich hierbei nicht um echtes oder Sterling Silver handelt, sondern lediglich eine Zinklegierung zum Einsatz kommt. Sozusagen eine Grundvoraussetzung, damit abfärbender Schmuck überhaupt erst die lästigen grünen Rückstände auf deiner Haut hinterlässt. Denn eine Zinklegierung bedeutet nicht automatisch, dass hier Zink zum Einsatz kommt. Genau genommen ist es eine Mischung aus verschiedenen Metallen, die oftmals vom Hersteller gar nicht näher definiert werden.

Die verwendete Farbe hält daher nicht so gut am Schmuckstück und verliert ihre Haftung. Vor allem bei Kontakt mit Wasser und Feuchtigkeit setzen sich die Farbteilchen auf die Haut ab und abfärbender Schmuck verliert an Glanz. Wasser und Schweiß verstärken die Reaktion der sogenannten Oxidation. Darunter versteht man die Reaktion mit Sauerstoff (also mit Luft oder dem Sauerstoff, der in Wasser enthalten ist). Die Oxidation zerstört in der Regel die Farbschicht. Da sich Modeschmuck aus einem Gemisch aus Messing und anderen Stoffen zusammensetzt, findet dieser Prozess recht schnell statt. So kann es vorkommen, dass Schmuck nach dem Waschen der Hände oder der Haare verfärbt ist.

 

Was kannst du also dagegen tun?

Um das Abfärben oder Anlaufen zu verhindern, sollte Schmuck nie in Kontakt mit Wasser geraten. Obwohl es etwas mühsam klingt, sollte Schmuck immer vor dem Waschen der Hände oder der Haare abgenommen werden. Wer ins Schwimmbad geht, sollte seinen Schmuck am besten zu Hause lassen. Auch Schweiß verstärkt die Oxidation, daher sollte Schmuck nicht getragen werden, wenn man Sport macht.

Bei der Lagerung ist darauf zu achten, dass der Platz eine niedrige Luftfeuchtigkeit hat. Dazu eignet sich idealerweise eine kleine Schachtel. Sollte sich der Schmuck einmal verfärben, so können kleine Flecken mit Putztüchern entfernt werden. Große Stellen können mit einer Lösung aus Backpulver und Wasser wieder geglättet werden. Bei Ringen und Ohrringe ist Klarlack sehr hilfreich, da er die verfärbten Stellen gut bedeckt. Echter Schmuck aus Gold und Silber verfärbt sich nicht. Diese Materialien sind sehr beständig, Gold oxidiert nicht. Wer sich also diese Mühe sparen möchte, sollte zu echtem Schmuck greifen.